SVP schlägt den parteilosen Lukas Hug als Gemeinderatskandidaten vor
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(03:08)
Parteiintern konnte die SVP Unterseen keinen Nachfolger für den abtretenden Bauvorsteher Hans Ulrich Vögeli finden, der dieses Amt mehr als acht Jahre lang ausgeübt hat. Schliesslich sei mit Lukas Hug eine geeignete Person ausserhalb der Partei gefunden worden, wie die SVP Unterseen in einer Mitteilung schreibt. Hug ist parteilos und bereits Mitglied der Baukommission Unterseen. Dort wurde er ursprünglich allerdings über eine SP-Liste gewählt.
Für die SVP stellt dies jedoch kein Hindernis dar. In der Gemeindepolitik und besonders im Gemeinderat gehe es in erster Linie um Sachfragen und weniger um Parteizugehörigkeiten, so Max Ritter von der SVP Unterseen. Aufgrund verschiedener Faktoren – darunter eine hohe Belastung innerhalb der Partei, fehlender Nachwuchs sowie Absagen möglicher Kandidatinnen und Kandidaten – konnte während der laufenden Legislaturperiode keine parteiinterne Lösung gefunden werden. Die SVP Unterseen arbeite am Nachwuchsproblem und habe bereits neue, jüngere Mitglieder gewinnen können. Aber auch bei ihnen passe die Erfahrung oder der Zeitpunkt nicht, um das Bau-Ressort in Unterseen zu übernehmen, so Ritter. Er sei aber überzeugt, dass der parteilose Lukas Hug seine Aufgabe kompetent wahrnehmen werde und auch Werte, die der SVP wichtig sind, im Gemeinderat vertreten werde. Hug sei Unternehmer und bringe „traditionelle Werte” in den Unterseener Gemeinderat ein.
Auf Seiten der SP ist man zwiegespalten. Einerseits sei Lukas Hug fachlich eine sehr kompetente Wahl, betont Hanspeter Berger von der SP Bödeli-Jungfrau. Andererseits entspreche es nicht unbedingt den Wunschvorstellungen der Partei, dass die SVP Personen für ihre Ämter gewinnt, die zuvor auf einer SP-Liste kandidiert haben.
Für Lukas Hug selbst war die Entscheidung eine rein sachliche und keine parteipolitische, wie er gegenüber Radio BeO sagt. Aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit in der Baukommission kenne er die Baudossiers der Gemeinde sehr gut und habe die Anfrage der SVP daher angenommen.
(Text:pd&pmu/bild:gemeindeunterseen)