9 Juni 2022

SVP-PrÀsident Chiesa fordert Entlastung bei den Energiekosten

Angesichts markant gestiegener Kosten fĂŒr Benzin, Diesel, Strom und Heizöl sieht SVP-ParteiprĂ€sident Marco Chiesa die FDP und die Mitte in der Pflicht. Die bĂŒrgerlichen Parteien mĂŒssten nun Farbe bekennen und fĂŒr eine Entlastung bei den Energiekosten sorgen.

Auf einem Inserat, das in den nÀchsten Tagen publiziert werden soll, heisst es, die FDP und die Mitte liessen das Gewerbe und den Mittelstand bluten. Alles werde teurer. Es sei jetzt Zeit zu handeln. So sei etwa der hohe Benzinpreis ein riesiges Problem.

Manchenorts zahle die Bevölkerung ĂŒber 2,30 Franken fĂŒr einen Liter Benzin, sagte Chiesa in einem Interview mit der Tageszeitung „Blick“. Die SVP mache im Parlament Druck fĂŒr Entlastungen, wolle aber gleichzeitig auch die Bevölkerung mobilisieren.

Dazu wolle die grösste Schweizer Partei eine Petition einreichen, eine Kundgebung abhalten und allenfalls auch eine Initiative lancieren. Allerdings wĂŒrde eine Volksinitiative wohl zu lange dauern. Die Leute spĂŒrten jetzt die Kosten im Portemonnaie.

Die hohe Teuerung treffe nicht nur einzelne Autofahrer, sondern die ganz Lieferkette. Teureres Benzin bedeute höhere Transportkosten und damit steigende GĂŒterpreise. Hinzu kĂ€men die höheren Heizkosten, sagte der SVP-ParteiprĂ€sident weiter.

Frankreich, Italien und Deutschland hÀtten bereits gehandelt und die Spritpreise deutlich gesenkt. Die Schweiz hinke hinterher. Jetzt sei die Zeit zu handeln. Sonst zahlten der Mittelstand, die lÀndliche Bevölkerung und das Gewerbe die Zeche.

Der Hintergrund: In einer von der SVP durchgeboxten ausserordentlichen Session entscheiden nĂ€chste Woche StĂ€nderat und Nationalrat ĂŒber Vorstösse, die beispielsweise eine Halbierung der Treibstoffsteuern oder eine Erhöhung des Pendlerabzugs fordern.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)