25 Mai 2024

Susanne Wille zur neuen SRG-Generaldirektorin gew├Ąhlt

Susanne Wille heisst die neue SRG-Generaldirektorin. Die ausserordentliche Delegiertenversammlung der SRG w├Ąhlte die 50-j├Ąhrige Journalistin am Samstag in Bern zur Nachfolgerin von Gilles Marchand.

Gilles Marchand wird sein Amt als Generaldirektor der SRG nach sieben Jahren an die Journalistin Susanne Wille ├╝bergeben. Das haben Verwaltungsrat und Delegierte der SRG am Samstag entschieden. Marchands Amtszeit war gepr├Ągt von der „No-Billag“-Initiative und der digitalen Transformation des Service Public.

Der 62-J├Ąhrige folgte am 1. Oktober 2017 als Generaldirektor auf den Publizisten und Manager Roger de Weck. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt stand die eidgen├Âssische Volksabstimmung zur „No-Billag“-Initiative an, welche die Radio- und Fernsehgeb├╝hren abschaffen wollte. Die Initiative wurde mit ├╝ber 70 Prozent abgelehnt.

Nach der Abstimmung hatte Marchand einen Plan f├╝r ÔÇ×Effizienz und ReinvestitionenÔÇť in H├Âhe von 100 Millionen Franken angek├╝ndigt. Dieser beinhaltete 80 Millionen Franken an Einsparungen, um sich an die sinkenden Geb├╝hreneinnahmen, die Deckelung der Geb├╝hren und die Entwicklung der kommerziellen Einnahmen anzupassen.

Seine Amtszeit war auch gepr├Ągt von einer tiefgreifenden digitalen Transformation des audiovisuellen Service public, einem Ausbau der Investitionen der SRG in Schweizer Produktionen und der Lancierung der Streaming-Plattform Play Suisse.

Marchand wurde auch mit der Aff├Ąre um sexuelle Bel├Ąstigung bei RTS in Verbindung gebracht, die Ende 2020 aufgedeckt wurde. Die Vorf├Ąlle gehen auf die Zeit zur├╝ck, als der Waadtl├Ąnder Direktor von RTS war. Der Verwaltungsrat der SRG hatte ihm jedoch im April 2021 erneut das Vertrauen ausgesprochen.

(text:sda/bild:keystone)