9 Juli 2022

Studie zum preisg├╝nstigen Wohnen in Thun

Das Marktmietenniveau der Stadt Thun ist im Vergleich zur Agglomeration Thun und im Vergleich zu Schweiz aktuell als durchschnittlich zu bewerten; im Vergleich zum l├Ąndlich gepr├Ągten Kanton Bern sind die Mietpreise ├╝berdurchschnittlich. Zu diesem Resultat kommt die Studie ┬źPreisg├╝nstiges Wohnen in Thun┬╗, welche die Fahrl├Ąnder Partner Raumentwicklung AG im Auftrag des Planungsamtes der Stadt Thun erstellt hat. ┬źDas Thema preisg├╝nstiges Wohnen besch├Ąftigt uns regelm├Ąssig, unter anderem auch im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision┬╗, sagt Stadtpr├Ąsident Raphael Lanz. ┬źWeil bis anhin keine aktuelle faktenbasierte Grundlage vorhanden war, liessen wir eine Vergleichsanalyse erstellen.┬╗

In der Analyse verglich Fahrl├Ąnder Partner die Wohnungsmietpreise in der Stadt Thun mit Bern, K├Âniz, Biel, Burgdorf und Langenthal. Betrachtet wurden daf├╝r sowohl Vertrags als auch Inseratemieten. Ausserdem hat man diverse soziodemografische Daten und gezielte Bereiche des Wohnungsmarktes analysiert sowie Marktmieten den Kostenmieten gegen├╝bergestellt.

Die Analyse zeigt, dass das Mietpreisniveau in Thun tiefer liegt als in Bern, etwa auf gleicher H├Âhe wie in K├Âniz und etwas h├Âher als in Biel, Burgdorf und Langenthal. Der Bedarf an preisg├╝nstigem Wohnraum ist in der Stadt Thun nicht ├╝berdurchschnittlich. Wohnungen sind in Thun in allen Preissegmenten knapp. Interessant ist, dass die meisten Familienhaushalte, die aus Thun wegziehen, in Gemeinden mit gleich hohem oder sogar h├Âherem Mietpreisniveau umziehen, zum Beispiel nach Steffisburg, Spiez oder Heimberg. Das l├Ąsst vermuten, dass viele Umz├╝ge nicht auf Wohnkostenvorteile, sondern auf das Wohnungsangebot und umfeld zur├╝ckzuf├╝hren sind.

┬źDie Studie best├Ątigt aus fachlicher Sicht die Erkenntnisse aus den Grundlagenarbeiten zur st├Ądtischen Wohnstrategie┬╗, sagt Susanne Szentkuti, CoLeiterin des st├Ądtischen Planungsamts. Das Wohnungsangebot in Thun deckt insbesondere das Bed├╝rfnis von Familien und jenes der ├Ąlteren Bev├Âlkerung nicht vollst├Ąndig ab.

Das genossenschaftliche Wohnungsangebot ist ein wichtiges Segment, aber nicht alle Lagen eignen sich f├╝r preisg├╝nstigen Wohnungsbau. Die Genossenschaften als wichtige Partner sollen gest├Ąrkt und deren Weiterentwicklung unterst├╝tzt werden. ┬źDie Studie zeigt, dass wir mit den Zielsetzungen der Ortsplanungsrevision grunds├Ątzlich auf dem richtigen Weg sind┬╗, sagt Stadtpr├Ąsident Raphael Lanz. ┬źEs ist wichtig, dass wir gute Voraussetzungen schaffen, so dass zus├Ątzlicher Wohnraum entstehen kann.┬╗

(text:pd/bild:beo)