28 September 2023

Student erschiesst drei Menschen in Rotterdam

Ein 32 Jahre alter Student aus Rotterdam hat nach Angaben der Polizei in einer Wohnung und in der Uniklinik zwei Menschen erschossen und eine 14-JĂ€hrige schwer verletzt, die spĂ€ter ihren Verlezungen erlag. Der Mann sei festgenommen und die Schusswaffe sichergestellt worden, teilte Polizeichef Fred Westerbeke am Donnerstagabend in der niederlĂ€ndischen Hafenstadt mit. „Wir sehen dies als eine gezielte Tat“. Doch das Motiv sei noch unklar.

Am frĂŒhen Nachmittag waren zunĂ€chst SchĂŒsse in einer Wohnung im Westen Rotterdams gefallen, wie der Polizeichef schilderte. Der Mann habe eine 39-JĂ€hrige erschossen und deren 14 Jahre alte Tochter schwer verletzt. Dann habe er Feuer gelegt. Der mutmassliche TĂ€ter sei dann zur nahen Uniklinik gefahren. Dort habe er in einem Hörsaal das Feuer auf einen 46 Jahre alten Dozenten eröffnet, der dadurch starb. Der VerdĂ€chtige habe dann Feuer in der Klinik gelegt.

Die Polizei war schnell ausgerĂŒckt. Zwei Hubschrauber waren im Einsatz sowie Spezial-EinsatzkrĂ€fte. Wenig spĂ€ter wurde der VerdĂ€chtige an der Helikopter-Plattform des UniversitĂ€tskrankenhauses festgenommen.

Einige Abteilungen der Klinik wurden gerĂ€umt. Entsetzt standen Ärzte, Pflegepersonal, Studenten und auch Patienten vor dem GebĂ€ude, wie auf TV-Bildern zu sehen war.

Warum der Mann zur Waffe gegriffen hat, blieb am Donnerstagabend erstmal unklar. Erste Ermittlungen ergaben, dass er in direkter NÀhe zu der getöteten Frau und ihrer Tochter wohnte.

Er trug militĂ€rische Kampfkleidung und eine kugelsichere Weste, wie Polizeichef Westerbeke sagte. Er war selbst Student an der Erasmus-UniversitĂ€t. Aber ob er Unterricht bei dem getöteten Dozenten hatte, war zunĂ€chst unklar. Seit 2021 war er wegen TierquĂ€lerei vorbestraft. Am Freitag soll er dem Haftrichter vorgefĂŒhrt werden.

Der Rotterdamer BĂŒrgermeister Ahmed Aboutaleb sprach den Angehörigen der Opfer sein MitgefĂŒhl aus. „Wir wurden aufgeschreckt durch eine abscheuliche Tat.“ Auch MinisterprĂ€sident Mark Rutte zeigte sich entsetzt. Das Königspaar drĂŒckte den Angehörigen und Opfern sein MitgefĂŒhl aus. „Auch denken wir an alle, die wĂ€hrend dieser schrecklichen Taten in Angst waren“, liess das Paar mitteilen.

(text:sda,csc/bild:unsplash)