19 November 2022

Stiftung zeichnet Genfer Chefurbanistin mit 200’000 Franken aus

Die Architektin und Chefurbanistin des Kantons Genf, Ariane Widmer Pham, hat am Samstag in Bern den mit 200’000 Franken dotierten Preis der Stiftung Dr. J.E. Brandenberger erhalten. Sie habe sich in ihrer Karriere ├╝ber die Erf├╝llung von beruflichen Verpflichtungen hinaus f├╝r eine nachhaltige Raumentwicklung engagiert, teilte die Stiftung mit.

Von 1999-2002 war die Preistr├Ągerin als Designchefin und Stellvertreterin des technischen Direktors f├╝r die Expo.02 t├Ątig und leitete in der Folge ab 2003 w├Ąhrend 16 Jahren die Umsetzung des „Sch├ęma directeur de lÔÇśOuest Lausannois (SDOL)“ des Kantons Waadt. Dieses Grossprojekt, „eines der originellsten und ehrgeizigsten, die je in der Schweiz durchgef├╝hrt wurde“, wurde 2011 mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet, weil es einen zuvor wenig attraktiven Bezirk grundlegend ver├Ąndert hatte.

Seit 2019 arbeitet Ariane Widmer Pham f├╝r den Kanton Genf, wo sie als Kantonsplanerin f├╝r die Richtplanung zust├Ąndig ist. „Ariane Widmer Pham vernetzt seit Jahrzehnten mit viel Talent Menschen, Ideen und Gemeinden. Sie k├╝mmert sich um die Gestalt der Stadt, hinterfragt ihren Sinn und begeistert andere f├╝r grosse wie auch f├╝r kleine Transformationen“, sagte die Direktorin des Bundesamts f├╝r Raumentwicklung, Maria Lezzi, in ihrer Laudatio.

Ariane Widmer Pham wurde 1959 in Sion geboren und schloss 1986 ihr Architekturstudium an der EPFL ab. Zwischen 1990 und 2003 arbeitete sie haupts├Ąchlich in der Privatwirtschaft f├╝r verschiedene Architektur-, St├Ądtebau- und Raumplanungsb├╝ros.

Die Stiftung Dr. J.E. Brandenberger wurde im Gedenken an den Erfinder des Cellophans, Jacques Edwin Brandenberger, von seiner Tochter gegr├╝ndet. Sie vergibt j├Ąhrlich einen Preis an Personen, „die sich f├╝r die F├Ârderung und den Erhalt der humanit├Ąren Kultur eingesetzt haben“. Der Preis wurde in diesem Jahr zum 32. Mal verliehen.

(text:sda/bild:unsplash)