25 MĂ€rz 2022

Stiftung Sunneschyn in Meiringen schliesst Reorganisation ab 

Die demografische Entwicklung der Schweiz zeigt deutlich, dass die Gesamtbevölkerung zĂŒgig altert. Das geschieht auch in der Stiftung Sunneschyn Meiringen. Die letzten Jahre machen deutlich, dass beispielsweise der Pflegebedarf gestiegen ist. Die gemeinnĂŒtzige Institution betreut, begleitet und fördert zurzeit rund 130 Menschen mit einer kognitiven und mehrfachen BeeintrĂ€chtigung. Um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, hat die Stiftung 2019 beschlossen, die vom Branchenverband Curaviva empfohlene LebensqualitĂ€tskonzeption einzufĂŒhren. Die Reorganisation wurde von einer externen Fachperson der Firma inOri GmbH aus Interlaken begleitet. Oberstes Ziel ist es, die Struktur der Institution den verĂ€nderten BedĂŒrfnissen der Klientinnen und Klienten anzupassen. Dieser Prozess ist inzwischen weitgehend abgewickelt. Im kommenden Herbst wird auch die schrittweise Umsetzung abgeschlossen sein. «Ich hoffe sehr, dass wir den Schwung aus der Reorganisation mitnehmen können», sagt Susanne Huggler, die PrĂ€sidentin des Stiftungsrats. In der neuen Organisationsstruktur werden auf der Stufe Teamleitung die fachlichen von den FĂŒhrungsaufgaben entkoppelt, was fĂŒr eine unabhĂ€ngigere und bessere Begleitung sorgen soll. So wurden zwei neue Funktionen geschaffen: die Spartenleitung und das Case Management. Die Case-Managerin bzw. der Case-Manager ist die erste Ansprechperson fĂŒr die Klientinnen und Klienten. Die bislang flache Hierarchie wird aufgehoben, was den Mitarbeitenden mehr Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Der Stiftungsrat hĂ€lt in aller Klarheit fest, dass die Reorganisation keine verdeckte SparĂŒbung ist; sie fĂŒhrt zu keinen Entlassungen. Die Institution zĂ€hlt insgesamt rund 230 Mitarbeitende, die sich ca. 170 Vollzeitstellen teilen. Bei den Klientinnen und Klienten im «Sunneschyn» handelt es sich um Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In Meiringen geht eine Ära zu Ende. 40 Jahre lang war Christine Hegg fĂŒr die Institution tĂ€tig, wĂ€hrend einer lĂ€ngeren Zeitspanne auch in der GeschĂ€ftsleitung. Im Herbst wird sie das AHV-Alter erreichen und deshalb auf Ende Jahr in den Ruhestand treten. Der Stiftungsrat dankt Christine Hegg fĂŒr ihr langjĂ€hriges Engagement und die prĂ€gende Rolle, die sie innehatte. Die GeschĂ€ftsleitung der Stiftung Sunneschyn wird kĂŒnftig wieder von einem Zweierteam wahrgenommen: Zum einen von Manfred Pozvek, der seit 2014 in dieser Position tĂ€tig ist, zum anderen von Johannes Wyss, der 2006 zur Institution stiess, 2014 Bereichsleiter wurde und seit 2020 zur GeschĂ€ftsleitung gehört.

(text:pd/bild:zvg)