17 Oktober 2021

Stichwahl in Italien – Ringen um B├╝rgermeisterposten in Rom

Rund f├╝nf Millionen Wahlberechtigte in Italien sind zur zweit├Ągigen Stichwahl in 65 Kommunen aufgerufen worden. Am Sonntagmorgen ├Âffneten die Wahllokale. Die Menschen k├Ânnen bis Montagnachmittag (15.00 Uhr) ihre Stimmen abgeben. Auch die B├╝rger in der Hauptstadt Rom und sowie den norditalienischen St├Ądten Turin und Triest sollten ein weiteres Mal an die Wahlurnen.

Das Stechen stand in Kommunen mit mehr als 15 000 Einwohnern an, in denen die Kandidaten bei der Wahl vor zwei Wochen nicht die Schwelle von 50 Prozent der Stimmen erreicht hatten. Wer abstimmen wollte, musste daf├╝r im Wahllokal nicht den sogenannten Gr├╝nen Pass vorzuzeigen – also einen Corona-Impfnachweis, negativen Test oder Genesungsnachweis. Es galt jedoch, den Mindestabstand einzuhalten, eine Maske zu tragen und sich die H├Ąnde zu desinfizieren.

In Rom und Turin war im Vorfeld kaum absehbar, wer von den beiden Kandidaten B├╝rgermeister werden k├Ânnte. In der Hauptstadt standen der Kandidat Enrico Michetti, unterst├╝tzt von der konservativen Forza Italia, der Lega und der Rechtspartei Fratelli d’Italia, und der fr├╝here Finanzminister und Sozialdemokrat Roberto Gualtieri zur Wahl. In Turin k├Ąmpften der Mitte-Links-Kandidat Stefano Lo Russo und sein Mitte-Rechts-Rivale Paolo Damilano um den B├╝rgermeisterposten.

Vor zwei Wochen gewann Mitte-Links landesweit B├╝rgermeisterposten hinzu, schnitt stark ab und konnte auch die Wahl in der Metropole Mailand sowie den St├Ądten Bologna und Neapel f├╝r sich entscheiden. In Rom erreichte die bisherige Amtsinhaberin Virginia Raggi von der populistischen F├╝nf-Sterne-Bewegung nicht gen├╝gend Stimmen und wurde abgew├Ąhlt. Bei ihrer Wahl 2016 galt sie als Hoffnungstr├Ągerin der Anti-Establishment-Partei, sie stand jedoch unter anderem wegen nicht gel├Âster Probleme in der Stadt in der Kritik.

(text:sda/bild:unsplash)