18 Juni 2026

STI-GV: Neuer Hauptsitz in Prüfung

Erstmals führte Verwaltungsratspräsidentin Susanne Huber durch die Generalversammlung der STI Holding AG. Neu stellte sich zudem David Christener vor, der per 1. Juli 2026 die Leitung Finanzen übernimmt und Mitglied der Geschäftsleitung wird.

Menschen im Fokus
In Jahresrückblick stellte Direktor Patrick Fankhauser den Leitsatz der STI in den Mittelpunkt. Der Leitsatz, der das tägliche Handeln der STI prägt: Gemeinsam Menschen und Regionen verbinden – mit dem Leben und der Zukunft.

Im Geschäftsjahr 2025 verband die STI insgesamt 18.12 Mio. Menschen. Mit gezielten Optimierungen verbesserte die STI die Pünktlichkeit leicht und stoppte den negativen Trend der Vorjahre. Darauf baut die STI konsequent auf. Bis 2027 will sie die Pünktlichkeit weiter erhöhen und ihrem zentralen Versprechen gegenüber den Fahrgästen Schritt für Schritt näherkommen.

Regionen im Fokus
Die Nachfrage im öffentlichen Verkehr entwickelte sich regional unterschiedlich. In Grindelwald sorgten hohe touristische Nachfrage und gezielte Angebotsanpassungen für Wachstum. In der Region Thun führten infrastrukturelle Einschränkungen zu einem leichten Rückgang der Fahrgastzahlen.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 startete der Versuchsbetrieb der Tangentiallinie 7. Sie verbindet Thun und Steffisburg direkt, entlastet das Zentrum und schafft neue, attraktive Verbindungen ohne Umweg über den Bahnhof Thun. Damit stärkt die Linie eine flächeneffiziente und umweltfreundliche Mobilität in der Region. Die STI begleitet den dreijährigen Versuchsbetrieb eng und entwickelt das Angebot gemeinsam mit den Partnern bedarfsgerecht weiter.

Leben im Fokus
Mit der Elektrifizierung ihrer Flotte setzt die STI ein klares Zeichen für eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität in der Region. Im Jahr 2025 starteten intensive Bauarbeiten, um die STI-Depots für die Elektromobilität vorzubereiten. Gleichzeitig bestellte die STI bei den Busherstellern Mercedes-Benz und Solaris insgesamt 22 Elektrobusse. Im April 2026 nahm sie den ersten Elektrobus regulär in Betrieb. Mit dieser Inbetriebnahme begann die schrittweise Umstellung der gesamten Fahrzeugflotte. Die STI wird bis ins Jahr 2036 rund 120 Elektrobusse beschaffen und ihre Flotte vollständig ohne fossile Antriebssysteme betreiben. Damit reduziert sie den CO 2-Ausstoss in der Region jährlich um rund 7’000 Tonnen. Die Elektrifizierung wirkt sich direkt auf den Alltag der Menschen aus: Die Elektrobusse werden als rund viermal leiser wahrgenommen als Dieselbusse und tragen damit zu einer höheren Lebensqualität entlang der Buslinien bei.

Zukunft im Fokus
Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr ist zentral für die Bewältigung des wachsenden Mobilitätsbedürfnisses in der Stadt Thun und der Region. Vor diesem Hintergrund prüft die STI Bus AG den Standort Weststrasse Süd als möglichen neuen Hauptsitz, parallel zum ehemaligen Cremo Areal.  Der heutige Standort im Schwäbis hat seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Damit sich die STI die notwendige Zeit für eine sorgfältige und fundierte Standortentscheidung nehmen kann, setzt sie eine Zwischenlösung um. Am Moosweg im Gwatt entstehen zusätzliche Abstellplätze für Busse. Diese Lösung schafft Planungssicherheit und sichert den stabilen Betrieb in den kommenden Jahren.

Verabschiedungen
Nach 28 Jahren im Unternehmen wurde der stellvertretende Direktor und Leiter Finanzen Markus Bähler verabschiedet. Er tritt per Ende Juni 2026 in den wohlverdienten Ruhestand.
Die STI verabschiedete zudem Raphael Lanz in Abwesenheit. Das ehemalige Verwaltungsratsmitglied demissionierte per Ende Mai 2026 aufgrund seiner Wahl in den Regierungsrat.

(text:pd,jkä/bild:zvg sti)