10 Juli 2023

Steigende Zinsen können Schweizer Eigenheimpreise nicht stoppen

Die Preise fĂŒr selbstgenutztes Wohneigentum sind auch im zweiten Quartal 2023 gestiegen. Die mit dem Zinsanstieg verbundenen höheren Finanzierungskosten können damit den Trend bislang nicht stoppen. Als Grund gilt weiterhin vor allem das knappe Angebot.

Der Preisanstieg bei den EinfamilienhĂ€usern ist im zweiten Quartal mit einem Plus von 1,3 Prozent gegenĂŒber dem Vorquartal etwas höher als das von Stockwerkeigentum (+1,2%) gewesen, wie der am Mittwoch veröffentlichte Transaktionspreisindex von Raiffeisen zeigt. Verglichen mit dem zweiten Quartal 2022 kosten EinfamilienhĂ€user damit heute 6,1 Prozent und Stockwerkeigentum 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Im KrĂ€ftemessen zwischen dĂŒnnem Angebot und zinsbedingt höheren Finanzierungskosten behĂ€lt aktuell die Angebotsknappheit weiterhin die Oberhand“, wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

Im Vorjahresvergleich verzeichneten laut Mitteilung EinfamilienhĂ€user in der Innerschweiz (+18,8%) und der Ostschweiz (+9,8%) die grössten Preisanstiege. Weniger stark stiegen die Preise hingegen in Bern (+3,4%) und der Nordwestschweiz (+3,3%). Beim Stockwerkeigentum hĂ€tten die Preise in der Region Innerschweiz (+11,3%) am stĂ€rksten zugelegt. Die Region ZĂŒrich verzeichnete im Vorjahresvergleich (+1,4%) die geringsten Preisanstiege.

Dabei seien die die Hauspreise in den urbanen Gemeinden innerhalb eines Jahres mit 7,3 Prozent stĂ€rker als in anderen Gemeindetypen gestiegen, heisst es weiter. Im Segment der Eigentumswohnungen hĂ€tten touristische Gemeinden die stĂ€rksten Preisanstiege (+7,9%) verbucht. Dagegen legten die Preise fĂŒr Stockwerkeigentum in Zentrumsgemeinden (+4,1%) am wenigsten stark zu.

(text:sda/bild:keystone)