21 Juli 2021

Gstaad: Tennisturnier ab Mittwoch ohne Schweizer

Beim Swiss Open in Gstaad bedeutet die 1. Runde fĂŒr alle Schweizer Endstation. Dominic Stricker verliert gegen Arthur Rinderknech 4:6, 4:6. Leandro Riedi gegen Federico Delbonis 3:6, 3:6.

Der noch 18-jĂ€hrige Stricker und der 19-jĂ€hrige Riedi gehören zu den derzeit grössten Talenten im Schweizer Tennis. Stricker ist seit dem Final-Sieg im Juniorenturnier des French Open im vergangenen Oktober gegen Riedi nach dem Übertritt ins Profilager bisher einen Schritt weiter als ein Kollege.

Stricker hat in Lugano bereits ein Challenger-Turnier gewonnen und bei den ATP-Veranstaltungen in Stuttgart und Genf mit Viertelfinal-Teilnahmen fĂŒr Furore gesorgt. Dank diesen Erfolgen hat es der LinkshĂ€nder in der Weltrangliste unter die besten 300 gebracht. Zur Zeit ist er auf Position 281 zu finden.

Mit den Erfolgen stiegen selbstredend auch die Erwartungen. So war Stricker auch in Gstaad zugetraut worden, zumindest die 1. Runde zu ĂŒberstehen. Der Berner bekam es wohl mit einem Gegner zu tun, der noch zu den unbekannteren Spielern gehört, zuletzt aber mit guten Ergebnissen aufhorchen liess und seit Montag im Ranking zum ersten Mal, als Nummer 100, zu den besten 100 zĂ€hlt.

Stricker fand gegen den stark aufschlagenden Rinderknech nicht das nötige Rezept, um die Niederlage abzuwenden. Der Berner besass nur im ersten Satz (im vierten Game) zwei Möglichkeiten zum Servicedurchbruch. Dem am Freitag 26 Jahre alt werdenden Franzosen genĂŒgte so in beiden SĂ€tzen je ein Break zum Sieg.

Riedi ist im Ranking gegenwĂ€rtig auf Platz 748 zu finden. Die Partie gegen Delbonis, die Nummer 46 der Welt, war, dank einer Wildcard, die erste des ZĂŒrchers im Hauptfeld eines ATP-Turniers. Riedi zeigte dabei gute AnsĂ€tze. Nach Fehlstarts in beiden SĂ€tzen vermochte er sich zu steigern und mit dem routinierten Argentinier ĂŒber weite Strecken gut mitzuhalten – gegen einen Kontrahenten, der im ersten Halbjahr auf seiner bevorzugten Unterlage Sand stark gespielt hat. In Hamburg hatte Delbonis in der vergangenen Woche die Halbfinals erreicht, beim French Open die Achtelfinals. Im ersten Satz hatte Riedi beim Stand von 2:4 sogar zweimal die Möglichkeit, sich das verlorene Aufschlagspiel zurĂŒckzuholen.

Das Turnier in Gstaad geht nach dem Scheitern von Stricker und Riedi in der Einzel-Konkurrenz ohne Schweizer Beteiligung weiter. Am Montag hatten auch Marc-Andrea HĂŒsler, Sandro Ehrat und Johan Nikles ihre Erstrunden-Partien verloren.

(text:sda/bild:sda)