26 Februar 2026

Start von neuen Modellierungen rund um den Spitze Stei

Die Modellierungen von Sturz- und Murgang-Szenarien für die „Teilrevision Gefahrenkarte Kandersteg“ starten im Frühling 2026.

In Kandersteg läuft zurzeit eine neue Gefahrenbeurteilung für die Naturgefahrenprozesse, die vom Spitze Stei oberhalb der Gemeinde ausgehen. Eine Begleitgruppe erhält regelmässig Einblick in den aktuellen Stand der Arbeiten und kann dabei Fragen und Unklarheiten direkt mit den von der Gemeinde beauftragten Fachpersonen klären.

Am Mittwoch, 25. Februar 2026, fand die dritte Begleitgruppensitzung statt. Die Fachpersonen präsentierten die Ablaufszenarien der erwarteten Ereignisse. Es handelt sich dabei um Abbrüche vom Spitze Stei sowie deren Folgeereignisse (z. B. Murgänge). Ebenso wurde an der Sitzung nochmals die probabilistische Methodik erklärt, die für die Teilrevision der Gefahrenkarte zur Anwendung kommt. Dabei werden mit Tausenden von Modellläufen die natürliche Variabilität der Prozesse sowie die Unsicherheiten in deren Beurteilung abgebildet. Der Gemeinderatspräsident von Kandersteg, André Maeder, zeigt sich gegenüber Radio BeO soweit verhalten optimistisch, da dank den neuen Berechnungen in den Primärprozesse gewisse grössere Reduktionen der Menge von möglichen Abstürzen gemacht wurde.

Die technische Umsetzung des Modells, das für diese Simulationen zur Anwendung kommt, ist bereits weit fortgeschritten. Im März 2026 starten nun die Modellierungen der Naturgefahrenprozesse. Dies wird einige Wochen dauern, bevor im zweiten Halbjahr die Resultate ausgewertet und die Intensitätskarten berechnet werden können. Im Sommer 2026 wird die Begleitgruppe erneut über den aktuellen Projektstand orientiert.

Die instabile Flanke des Spitze Stei oberhalb der Gemeinde Kandersteg ist seit einigen Jahren in Bewegung. Bis Ende 2026 muss eine neue Gefahrenbeurteilung für die Naturgefahrenprozesse, die vom Spitze Stei ausgehen, durchgeführt werden. Damit kann die Gefahrenkarte der Gemeinde Kandersteg aus dem Jahr 2016 im Rahmen einer Teilrevision nachgeführt werden.

(text:pd&chl/bild:pg)