1 Dezember 2022

StÀnderat stellt Finanzierung der Gesundheitsleistungen neu auf

Das Parlament will die Finanzierung der Gesundheitsleistungen einheitlich regeln. Krankenkassen und Kantone sollen die von der Grundversicherung gedeckten ambulanten und stationĂ€ren Behandlungen gemeinsam bezahlen. Der StĂ€nderat will das auch fĂŒr die Langzeitpflege.

Er hat am Donnerstag mit 29 zu 6 Stimmen und bei 5 Enthaltungen die entsprechende Vorlage gutgeheissen. Heute werden ambulante Behandlungen allein von den Krankenkassen bezahlt, aus PrÀmiengeldern. StationÀre Leistungen werden zu mindestens 55 Prozent von den Kantonen finanziert. Den Rest bezahlen die Kassen.

Der StĂ€nderat entschied nun, dass die Kantone fĂŒr mindestens 26,9 Prozent und die Krankenversicherer ĂŒber die PrĂ€mien höchstens fĂŒr 73,1 Prozent der Leistungen aufkommen mĂŒssen – und zwar unabhĂ€ngig davon, wo und von wem diese erbracht werden. Abgezogen werden die Anteile der Patienten. Beide RĂ€te wollen dieses Nettoprinzip.

Auch der Nationalrat will Ambulant und StationĂ€r aus demselben Topf finanzieren. Die Kantone sollen mindestens 25,5 Prozent der Nettokosten ĂŒbernehmen. Die Langzeitpflege klammerte der Nationalrat allerdings aus, zum Missfallen der Kantone.

(text:sda/bild:unsplash)