30 August 2022

Stadtquartier Bahnhof Thun geht in die nÀchste Runde

Gemeinsam mit der GrundeigentĂŒmerschaft und der Bevölkerung will der Gemeinderat fĂŒr die Entwicklung des Stadtquartiers Bahnhof Thun eine breit abgestĂŒtzte und tragfĂ€hige Lösung finden. Zur Erreichung dieses Ziels wandte die Stadt mit der Charrette eine spezielle, ergebnisoffene und dynamische Planungsmethode an. Drei interdisziplinĂ€re Teams entwickelten im Dialog mit Expertinnen, GrundeigentĂŒmern und Interessenvertretenden VorschlĂ€ge und Visionen zum kĂŒnftigen Stadtquartier Bahnhof Thun bezĂŒglich der MobilitĂ€t, des StĂ€dtebaus und der FreirĂ€ume. Gemeinsam erarbeiteten sie kurz- bis langfristige Szenarien, die aufzeigen, was der Bahnhofsraum in Zukunft leisten kann und soll.

Als eine der drĂ€ngendsten Herausforderungen bestĂ€tigte sich fĂŒr alle Teams die Umgestaltung und Attraktivierung des Bahnhofplatzes, die betriebliche Optimierung und behindertengerechte Umgestaltung des Busbahnhofs. DafĂŒr erachten alle drei Teams eine Erweiterung Richtung Rosenau und teilweise auf die SĂŒdseite des Bahnhofs als unabdingbar. Sie sind sich auch einig, dass der Bahnhofplatz als Ankunftsort ĂŒbersichtlicher und einladender gestaltet werden muss. In diesem Sinn sollen auch Möglichkeiten zur Entflechtung des Verkehrs vertieft geprĂŒft werden, wie zum Beispiel die betriebliche Optimierung des Busverkehrs mit Fliesskanten, die dezentrale Anordnung von Haltekanten oder die Schliessung der Seestrasse fĂŒr den Durchgangsverkehr. Dies fĂŒhrte zu einer Verbesserung der Verkehrssituation in der Innenstadt, unter anderem zu einer Entlastung des Maulbeerkreisels.

Die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes bildet zugleich den stĂ€dtebaulichen Auftakt und Impuls fĂŒr eine schrittweise, sorgfĂ€ltige Entwicklung des Gebiets Rosenau/Scherzligen. Dieses soll von der Erschliessung und den öffentlichen FreirĂ€umen heraus entwickelt werden.

Mit dem dritten Workshop endet die Arbeit der Teams und die Charrette ist abgeschlossen. Basierend auf den VorschlĂ€gen und Visionen aus der Charrette erarbeitet die Stadt Thun im nĂ€chsten Schritt gemeinsam mit der GrundeigentĂŒmerschaft und den Interessevertretenden eine Synthese in Form eines konsolidierten Leistbildes. Parallel dazu werden die Charrette-Resultate aufgearbeitet und die Szenarien auf ihre Machbarkeit hin geprĂŒft. Das finalisierte Leistbild bildet die Grundlage fĂŒr die weiterfĂŒhrende Planung der Stadt und der GrundeigentĂŒmerschaft.

(text:pd/bild:pd)