7 M├Ąrz 2021

Stadtberner genehmigen Bahnhofsvorlage nach hartem Abstimmungskampf

Die Stadt Bern kann den Ausbau des Bahnhofs Bern mit einer Reihe von Bau- und Verkehrsmassnahmen unterst├╝tzen. Nach einem emotionalen Abstimmungskampf sagten die Stimmberechtigten Ja zum Kredit von 112 Millionen Franken.

27’271 Stimmende legten ein Ja in die Urne, 20’016 ein Nein. Das entspricht einer Ja-Mehrheit von 57,7 Prozent. Die Stimmbeteiligung betrug 58 Prozent, wie die Stadt am Sonntag mitteilte.

Der zweitgr├Âsste Bahnhof der Schweiz platzt aus allen N├Ąhten. Seit Jahren sind deshalb Ausbauarbeiten im Gang. Beim Bubenbergplatz entsteht ein zus├Ątzlicher Bahnhofzugang.

Um diesen m├Âglichst gut mit der Stadt zu verbinden, legten die Planer eine Reihe Massnahmen vor, darunter der Bau einer Fussg├Ąngerunterf├╝hrung und die Drosselung des Strassenverkehrs. Die komplexe Vorlage fand im Stadtparlament eine klare Mehrheit.

Doch vor dem Urnengang gab es pl├Âtzlich heftigen Widerstand: Die SVP und eine linksgr├╝ne Splitterpartei, Natursch├╝tzer, Architekten, Denkmalpfleger und der TCS bek├Ąmpften die Vorlage aus unterschiedlichen Gr├╝nden.

Manche fanden, die Fussg├Ąnger-Unterf├╝hrung sei nicht zeitgem├Ąss. Andere bef├╝rchteten eine Verschandelung des historischen Hirschenparks, sorgten sich um die dortigen alten Kastanienb├Ąume oder argw├Âhnten, einmal mehr w├╝rden die Autofahrer bei der Planung benachteiligt.

Die Bef├╝rworter mahnten, der 2027 vollendete Ausbau des Bahnhofs erf├╝lle seinen Zweck nur, wenn die Stadt ihren Beitrag zum Gesamtprojekt leiste. Dazu geh├Âre eine Unterf├╝hrung zur Bew├Ąltigung der Pendlerstr├Âme. Die SBB hatten signalisiert, dass ein Nein der Stadt zu jahrelangen Verz├Âgerungen f├╝hren k├Ânnte.