Stadt Thun will mit Motto „Stadt-Land-Fluss“ Kulturhauptstadt werden
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(03:21)
Das Jahr soll geprägt sein von einem abwechslungsreichen Programm mit traditionellen Angeboten sowie neuen, innovativen Vorhaben bis hin zu interdisziplinären Projekten. Titel und Leitidee basieren auf dem gleichnamigen Quizspiel «Stadt – Land – Fluss» und sind eine Weiterentwicklung der Inputs aus einem Workshop mit Personen aus Kultur, Gewerbe, Tourismus und Marketing. Zudem berücksichtigt die Leitidee die Rückmeldungen aus einem Informationsanlass sowie einer Online-Umfrage. Die drei Begriffe sind charakteristisch für Thun. Sie spiegeln zentrale Merkmale der Stadt wider – ihre urbane Kultur, die Aare als verbindendes Element und die enge Beziehung zum ländlichen Umland. Der Fluss prägt die Struktur des Kulturprogramms – als «blauer Faden» im Jahreslauf.
Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Stadt Thun von einem Gesamtbudget von geschätzt 7,1 Millionen Franken für das Projekt «Kulturhauptstadt Schweiz 2030» aus. Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat einen Verpflichtungskredit von 1,95 Millionen Franken für die Jahre 2026 bis 2031. Davon stammen 0,75 Millionen Franken aus der Spezialfinanzierung «für kulturelle Zwecke». Reguläre, über diese Spezialfinanzierung geförderte Projekte werden durch das Kulturhauptstadt-Programm nicht benachteiligt. Für den Gemeinderat handelt es sich bei diesem Beitrag – wie bei jedem Verpflichtungskredit – um einen Maximalbetrag («Design to cost» bzw. «Gestalten nach Budget»). Weitere Unterstützung soll unter anderem vom Bund, dem Kanton Bern sowie von Sponsoren und Stiftungen kommen. Als Trägerschaft soll ein Verein eingesetzt werden. Der Verein erteilt der Projektleitung den Auftrag, das Vorhaben zu organisieren. Dies alles unter dem Vorbehalt, dass Thun den Titel Kulturhauptstadt Schweiz 2030 erhält. Der Entscheid wird im Juni gefällt.
(text:pd/bild:clü)