16 Februar 2024

Stadt Thun plant zwei Sporthallen in Thun SĂŒd

Der Sport- und Freizeitcluster in Thun SĂŒd soll weiterentwickelt werden. Mit der Stockhorn-Arena und den zwei Rasenspielfeldern sind erste Bausteine gelegt. Innerhalb der bestehenden Zone mit Planungspflicht (ZPP AH) ist die Realisierung weiterer Sportanlagen möglich. 2022 gelangten Wacker Thun und der Verein Allmend 4 mit konkreten Projektideen – einer Ballsporthalle und einer Tennis-/Kletterhalle mit AussentennisplĂ€tzen – an die Stadt. Daraufhin startete die Stadt mit der Burgergemeinde Thun als GrundeigentĂŒmerin und den beiden Initianten die gemeinsame Planung. In einem qualitĂ€tssichernden Verfahren erarbeiteten die vier Parteien mit externen Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Landschafts-, Verkehr- und SportstĂ€ttenplanung ein Richtprojekt. Dieses diente als Grundlage fĂŒr die TeilĂŒberbauungsordnung, welche die kĂŒnftige Überbauung regeln und die QualitĂ€ten sichern soll. Die Teil-UeO wurde dem Kanton zur VorprĂŒfung eingereicht.

Ziel der gemeinsamen Planung ist die koordinierte Entwicklung der beiden Sportanlagen. «Wir wollen in Thun SĂŒd ein vielfĂ€ltiges und aufeinander abgestimmtes Angebot von Sport- und Freizeitnutzungen fĂŒr die breite Bevölkerung ermöglichen», sagt StadtprĂ€sident Raphael Lanz. Die neuen SportstĂ€tten sollen sich sorgfĂ€ltig in den Kontext des gesamten Sport- und Freizeitclusters und in die umliegenden Landschafts- und Siedlungsstrukturen einfĂŒgen. Dabei gilt es, sowohl den Bestand zu berĂŒcksichtigen wie auch die langfristigen, noch nicht eingezonten ErweiterungsflĂ€chen angrenzend an die Burgerstrasse. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und des BiodiversitĂ€tsverlusts will die Stadt um die Anlagen erfrischende und biodiverse AussenrĂ€ume schaffen. Die Vernetzung des Areals soll fĂŒr alle Verkehrsteilnehmenden gestĂ€rkt und attraktiver gestaltet werden, insbesondere fĂŒr Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr.

Der kantonale VorprĂŒfungsbericht zur TeilĂŒberbauungsordnung samt Richtprojekt wird circa im Sommer 2024 erwartet. Nach der Bereinigung und der Planauflage wird die Überbauungsordnung dem Kanton zur Genehmigung eingereicht. Parallel dazu laufen die Verhandlungen zwischen den Projektinitianten und der GrundeigentĂŒmerin bezĂŒglich der Abgabe der LandflĂ€che im Baurecht.

Es ist geplant, die Hallen und PlĂ€tze zeitlich und finanziell unabhĂ€ngig voneinander in Etappen zu erstellen. Die einzelnen Bauprojekte sind im Rahmen qualitĂ€tssichernder Verfahren zu entwickeln. Langfristig soll der Sport- und Freizeitcluster bis hin zur Burgerstrasse erweitert werden. FĂŒr die Einzonung dieser FlĂ€che erarbeitet die Stadt die nötigen Grundlagen. Der Sport- und Freizeitcluster in Thun SĂŒd entlastet andere Areale, die heute unter starkem Nutzungsdruck stehen. FĂŒr das Lachenareal wird die Stadt Thun ebenfalls eine abgestimmte Masterplanung erarbeiten.

(text:pd/bild:zvg stadt thun)