28 Januar 2026

St. Stephan erwirbt Parzelle für Neubau der Stöcklibrücke

Die Gemeinde St. Stephan möchte bereits seit längerer Zeit die Stöcklibrücke durch einen Neubau ersetzen. Einerseits darum, weil die Brücke ihre Lebensdauer erreicht hat, und andererseits, weil die Zufahrt der MOB-Bahnlinie Zweisimmen-Lenk gefährlich ist. Dabei wäre die Gemeinde seit längerem für das Neubauprojekt bereit; der Kredit wurde im Jahr 2021 genehmigt. Der Grund für die Verzögerungen sind die Anforderungen des Kantons Bern und der MOB (Montreux Berner Oberland Bahn). Dazu kommen Änderungen im Baubewilligungsverfahren (Stichwort: Überbauungsordnung).

Am Dienstagabend lud der Gemeinderat zu einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung. Worum es dabei ging, erklärte der Gemeindepräsident von St. Stephan, Patrick Aegerter, gegenüber Radio BeO:

«Wir haben der Bevölkerung das Projekt nochmals vorgestellt. Dieses ist zwar seit 2021 unverändert, aber halt doch bereits eine Weile her. Weiter ging es auch um den Erwerb einer Landparzelle, welche für die Umsetzung des Neubauprojektes notwendig ist. Durch die Zustimmung kann man mit der Planung nun weiter fortfahren.»

Im Verlauf des nächsten Monates will die Gemeinde die Überbauungsordnung und das Baugesuch zur Vorprüfung beim Kanton einreichen. Anschliessend gibt es voraussichtlich eine öffentliche Mitwirkung. Der Baustart ist auf Anfang 2027 geplant, dabei wird mit einer Bauzeit von acht Monaten gerechnet. Die Projektkosten dafür liegen bei 2.87 Millionen Franken.

(text:jkä/symbolbild:pexels)