22 Februar 2022

St. Galler Professor erwartet Nachfrageschub bei Auslandreisen

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie, die den Auslandstourismus weitgehend zum Erliegen gebracht haben, d├╝rfte die wiedergewonnene Reisefreiheit zu einer starken Nachfrage nach Ferien im Ausland f├╝hren.

Das heisst, dass im laufenden und eventuell auch im kommenden Jahr weniger Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien in der Schweiz verbringen d├╝rften, sagte Christian Laesser, Professor f├╝r Tourismus- und Dienstleistungs-Management an der Universit├Ąt St. Gallen in einem Interview mit der „S├╝dostschweiz“.

Touristen aus dem europ├Ąischen Raum d├╝rften jedoch wieder zur├╝ckkommen und ihre Ferien in der Schweiz verbringen. In der Corona-Pandemie h├Ątten die St├Ądte besonders stark gelitten, da der Gesch├Ąftstourismus mehr oder weniger zusammengebrochen sei. Gleiches gelte auch f├╝r den St├Ądtetourismus.

Laesser zeigte sich ├╝berzeugt, dass sich der Tourismus erholen werde. Reisen sei ein menschliches Bed├╝rfnis. Er gehe davon aus, dass das globale Wachstum im Tourismus nach der Pandemie wieder solide sein d├╝rfte. In vielen L├Ąnder h├Ątten die Menschen jedoch erst begonnen zu reisen. Ob das ├Âkologisch nachhaltig sei, stehe dahin.

Er glaube nicht, dass es im Tourismus zu Preisk├Ąmpfen kommen werde. Die engen Margen und wenig gef├╝llte Kriegskassen spr├Ąchen dagegen. Dar├╝ber hinaus h├Ątten in der Eurozone, wo die wichtigsten M├Ąrkte der Schweiz l├Ągen, die Preise angezogen. Damit werde das latente Problem des starken Schweizer Frankens zusehends kleiner.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)