1 Oktober 2021

Der FC Thun gewinnt in Vaduz

Nach dem letzten Spiel waren die Fans vom FC Thun bereits froh, dass Thun die erste Viertelstunde nicht verschlafen hat. Thun agierte konzentriert und vor allem in der Defensive konsequent, da wurden keine Risiken eingegangen, im Zweifel wurde der Ball einfach weggeschlagen. So holten sich die Thuner Mut und Sicherheit, um in der Folge auch das Offensivspiel in Gang zu setzen.

Nach 17 Minuten kamen sie zum ersten Eckball. Der Ball flog hoch in den Strafraum wo Marco BĂŒrki, der Captain, nur knapp verpasste. Nicolas Hasler spielte den Ball noch einmal in den Strafraum, Kyeremateng erzwang einen weiteren Eckball. In der Folge schallte ein Pfiff durch das LĂ€ndle, Schiedsrichter Johannes von Mandach zeigte auf den Punkt. In der Wiederholung wurde ersichtlich warum: Vaduz-Verteidiger Dejan Djokic hatte Nicolas Hasler umgerissen – Elfmeter! Alexander Gerndt legte sich das Leder zurecht und versenkte den Penalty souverĂ€n in der unteren linken Ecke.

Doch dann verfiel das Team von Carlos Bernegger etwas in GenĂŒgsamkeit. Man fing an etwas die Spannung zu verlieren, gegen vorne klappte gar nichts mehr, im Gegenteil Vaduz wurde stĂ€rker. Und so kam, was kommen musste der FC Vaduz konnte das Spiel in der 27. Minute ausgleichen. Ausgerechnet Dejan Djokic spielte den Ball mit dem Kopf perfekt auf Matteo di Giusto spielte und dieser per Direktabnahme den Ausgleich erzielte.

Thun wurde kalt geduscht, schĂŒttelte sich kurz und war sofort wieder prĂ€sent. Vor allem die beiden jungen Omer Dzonlagic und Daniel dos Santos wirbelten die Vaduzerabwehrreihen Mal fĂŒr Mal schwindelig. in der 41. Spielminute lancierten die beiden einen weiteren vielversprechenden Angriff, in dessen Folge Gabriel Kyeremateng im Strafraum umgesĂ€belt wird und Thun den nĂ€chsten Elfmeter zugesprochen erhĂ€lt. Wiederum machte sich Alesander Gerndt auf diesen zu treten und wiederum tat er dies in einer beispiellosen SouverĂ€nitĂ€t. Oben links in der Ecke, Benjamin BĂŒchel bewegte sich gar nicht erst. HĂ€tte auch nichts genutzt, dieser Elfmeter war perfekt geschossen.

Anders als nach dem ersten Tor blieb Thun nun konzentriert. Und wie. Nur zwei Zeigerumdrehungen spĂ€ter kombinierten sich die Thuner erneut in die Vaduzer PlatzhĂ€lfte. Am Schluss kam Gabriel Kyeremateng auf der rechten Seite an den Ball, er spielte in scharf und punktgenau zur Mitte auf Omer Dzonlagic, welcher den Ball nur noch 20 Centimeter ĂŒber die Linie befördern musste. Mit dieser komfortablen 3:1 FĂŒhrung ging es zum Pausentee.

Solide Defensiarbeit war auch zu Beginn der zweiten Halbzeit die Devise des FC Thun. Und wiederum meisterten sie diese Aufgabe in den ersten Minuten nach dem Anpfiff sehr gut. Vaduz versuchte zwar mit offensiven Spielerwechsel druck aufzubauen, die Thuner Verteidigung hielt dem aber problemlos stand. Mehr noch, dadurch, dass Vaduz sich vermehrt auf dei Offensive konzentrierte konnte Thun immer wieder gefÀhrliche Konter fahren. Diese waren jedoch selten bis ganz zum Schluss gut gespielt und somit meist nur im Ansatz gefÀhrlich.

Vaduz wollte, konnte aber nicht und Thun musste nicht mehr tun. So plĂ€tscherte die Partie in der zweiten Halbzeit mehr oder weniger noch etwas vor sich hin. Ab und zu, bei strittigen Entscheidungen kam noch etwas Hektik auf. Schlussedlich blieb aber alles so bestehen. Thun feiert einen souverĂ€nen 3:1-AuswĂ€rtssieg gegen den FC Vaduz und schliesst so punktemĂ€ssig zum Leader Neuchatel Xamax auf. Jetzt gibts zwei Wochen Pause – es stehen Spiele der Nationalmannschaften an – dann gehts genau in zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen den FC Winterthur weiter.

(text:ye/bild:beo)