17 November 2022

Spital STS steigt bei Gesundheitsversorgung aus

Heute wird die Gesundheitsversorgung im Simmental-Saanenland durch mehrere Institutionen getragen. Durch die Nutzung von Synergien soll das Angebot nachhaltig gesichert werden. HierfĂŒr wollen die Gesundheitsdienstleister neue Wege gehen und das «Gesundheitsnetz Simme Saane» ins Leben rufen. Dabei handelt es sich um ein integriertes Versorgungsmodell, bei dem regionale Anbieter in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Pflege und Betagtenbetreuung unter einem Dach zusammengefĂŒhrt werden. Damit sollen die Angebote des Spitals Zweisimmen, des Alterswohnens (Teil Obersimmental /Saanenland), der Spitex Saane-Simme und des Geburtshauses MaternitĂ© Alpine koordiniert und aufeinander abgestimmt werden.

Ab dem 1. Januar 2024 sollen weiterhin qualitativ hochstehende Angebote und Dienstleistungen angeboten und auch bedarfsorientiert weiterentwickelt werden. So kann die langfristige Existenzgrundlage des Spitals Zweisimmen und die gesundheitliche Grundversorgung in der Region nachhaltig gesichert werden. Die LebensraumattraktivitÀt wird hiermit gestÀrkt. Neben den erwÀhnten Dienstleistern werden weitere regionale Partner in der Gesundheitsversorgung in die PlÀne einbezogen.

Die Gemeinden des Obersimmentals und des Saanenlandes sowie Dritte werden das «Gesundheitsnetz Simme Saane» tragen, weshalb die zukĂŒnftigen Entwicklungsschritte jeweils mit den TrĂ€gergemeinden abgesprochen, geplant und vollzogen werden. Der operative Betrieb des «Gesundheitsnetzes Simme Saane» soll ab dem 1. Januar 2024 starten. Ab diesem Zeitpunkt sollen das Spital Zweisimmen und das Alterswohnen nicht mehr Teil der Spital STS AG sein und sollen vollumfĂ€nglich durch das «Gesundheitsnetz Simme Saane» verantwortet werden. Die Bevölkerung hat im Rahmen von Konsultativabstimmungen Ende 2021 und Anfang 2022 mit grosser Mehrheit einem umfassenden integrierten Gesundheitsversorgungsmodell mit stationĂ€ren Spitalleistungen und einer jĂ€hrlich wiederkehrenden finanziellen UnterstĂŒtzung zugestimmt.

Die Spital STS AG wird sich in einer Übergangsphase von drei Jahren finanziell (jĂ€hrlich 2,5 Millionen Franken) und personell engagieren. Der Kanton Bern unterstĂŒtzt das integrierte Versorgungsmodell «Gesundheitsnetz Simme Saane» ebenfalls mit jĂ€hrlichen BeitrĂ€gen (2 Millionen Franken). Über die finanzielle Beteiligung der Gemeinden Gemeinsame Medienmitteilung des Kantons Bern, der Gesundheit Simme Saane und der Spital STS AG vom 17. November 2022 «Gesundheitsnetz Simme Saane» – die Weichen sind gestellt des Obersimmentals und des Saanenlandes (jĂ€hrlich 1,5 Millionen Franken) wird in kommunalen Abstimmungen – voraussichtlich im 2. Quartal 2023 – entschieden. Damit soll das Gesundheitsnetz Simme Saane mittelfristig ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen. Die aktuelle Marktsituation im Gesundheitswesen (FachkrĂ€ftemangel, Inflation und steigende Energiekosten, Tarifsituation) stellen fĂŒr die Parteien eine grosse Herausforderung dar. In den kommenden Monaten wird ein Projektteam unter der Leitung der GSS AG zusammen mit der Spital STS AG das Projekt vorantreiben.

(text:pd/bild:unsplash-symbolbild)