3 Oktober 2026

Spektakel in Bern und Lausanne

Ein Schützenfest in Lausanne, Drama in Bern, eine Auferstehung in Lugano und ein neues Schlusslicht. Das sind die wichtigsten Fakten der fünf Spiele vom Freitag.

Goalie Robert Mayer macht sich in Bern zum Buhmann und zum Matchwinner für den Tabellenzweiten Servette. Im Penaltyschiessen provoziert er mit Mätzchen, verzögert das Spiel, kassiert dafür sogar eine Zweiminutenstrafe – und hält vor allem sämtliche Versuche der Berner. Da für die Genfer der Amerikaner Jimmy Vesey einmal trifft, entführen die Grenat auch ohne den gesperrten Jesse Puljujärvi zwei Punkte aus der Hauptstadt. Der SCB führte 2:1, der Ausgleich durch Dave Sutter, der im zweiten Spiel in Folge eines seiner seltenen Tore schoss, fiel in der 45. Minute.

Lausanne bietet seinen Fans zum zweiten Mal innert 48 Stunden ein Spektakel mit Happy-End. Holten die Waadtländer am Mittwoch in den letzten drei Minuten einen Dreitore-Rückstand auf, liegen sie gegen Biel 1:3 und im Schlussdrittel noch einmal 3:4 im Hintertreffen. Auch dank Doppeltorschütze Ahti Oksanen gewinnen sie am Ende 7:4.

Das so erfolgsversprechend in die Saison gestartete Kloten rutscht nach der sechsten Niederlage in Folge ans Tabellenende ab. Dennoch darf sich die Leistung beim 1:4 gegen Fribourg-Gottéron lange sehen lassen. Im Duell der beiden Teams, die die Torhüter getauscht haben, führt Kloten ohne den Freiburger Meistergoalie Reto Berra 1:0, hält bis achteinhalb Minuten vor Schluss das Unentschieden, ehe Nathan Marchon das Siegtor zum 2:1 für Gottéron gelingt. Der Meister gewinnt zum dritten Mal in Folge.

Lugano gelingt gegen einen seiner Lieblingsgegner ein kleiner Befreiungsschlag. Das (bisherige) Schlusslicht sorgt gegen die Rapperswil-Jona Lakers schon früh für klare Verhältnisse. Bis zur Spielhälfte schiessen Olle Lycksell in Überzahl Lassi Thomson und Zach Sanford die Tessiner 3:0 in Front. Auch auf das 3:1 reagieren sie durch Ramon Tanner, der wie Sanford erstmals in dieser Saison erfolgreich ist, postwendend. Lugano punktet gegen die Lakers im siebten Spiel in Folge (eine Niederlage) und gewinnt am Ende 5:2.

Ajoie, die positive Überraschung dieses Saisonstarts, enttäuscht auch in Davos nicht. Der Underdog vom anderen Ende des Landes führt bis zur 26. Minute 1:0, hält dann bis elf Minuten vor Schluss das 1:1, ehe Filip Zadina und Adam Tanbellini den Playoff-Finalisten zum hart erkämpften Sieg schiessen. Bemerkenswert: Ajoie agiert nicht mit einer ultradefensiven Taktik. Mit 28:23 halten die Jurassier das Schussverhältnis nahezu ausgeglichen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)