18 Juni 2023

Spanien gewinnt die Nations League dank Goalie Simon

Spanien gewinnt die dritte Austragung der Nations League. Der Weltmeister von 2010 siegt im Final in Rotterdam gegen Kroatien nach 120 torlosen Minuten dank zwei gehaltenen Elfmetern von Goalie Unai Simon im Penaltyschiessen.

Bei erster Gelegenheit f├╝hrte der neue Nationaltrainer Luis de la Fuente die spanische Nationalmannschaft zu einem Titel. Nach Europameister Italien bezwang “La Roja” am Final Four der Nations League auch den WM-Dritten Kroatien und reihte sich damit in die kurze Siegerliste der Nations League ein: nach Portugal und Frankreich.

Die Spanier stoppten im Penaltyschiessen den Lauf der Kroaten, die zuletzt bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 je zwei K.o.-Runden in der Kurzentscheidung ├╝berstanden hatten. Zum Matchwinner avancierte Goalie Unai Simon. Der Baske von Athletic Bilbao stoppte zwei kroatische Versuche und erm├Âglichte damit Daniel Carvajal die Partie zu entscheiden. Kurz zuvor hatte Aymeric Laporte mit einem Schuss an die Latte die erste spanische M├Âglichkeit zur Entscheidung verpasst.

Mit etwas mehr Effizienz h├Ątte sich Spanien seinen ersten Titel seit der EM 2012 auch ohne nachsitzen sichern k├Ânnen. Die Spanier waren ├╝ber 120 Minuten gef├Ąhrlicher. Bis zur Verl├Ąngerung kamen sie zu eine Handvoll guter Gelegenheiten. Die beste vergab der eingewechselte Ansu Fati in der 84. Minute, als er auch f├╝nf Metern Kroatiens Routinier Ivan Perisic anschoss, der auf der Torlinie f├╝r seinen geschlagenen Keeper Dominik Livakovic rettete.

Den Kroaten fehlten trotz dem ├╝berragenden Mittelfeld um Captain Luka Modric die Ideen. In seinem 166. L├Ąnderspiel blieb der fr├╝here Weltfussballer ohne den ganz grossen Einfluss, den er noch im Halbfinal gegen die Niederlande gehabt hatte. Routiniert und k├Ąmpferisch, aber ohne Genie reichte es Kroatien wieder nicht zum ersten Titel, den sich das in den letzten Jahren auf h├Âchstem Niveau konstante Ensemble von Nationalcoach Zlatko Dalic verdient h├Ątte.

Wie gross die Sehnsucht im kleinen Land nach der Kr├Ânung dieser Generation ist, zeigte sich nicht zuletzt auf den R├Ąngen des Rotterdam Stadions De Kuip, wo sich rund 40’000 kroatische Anh├Ąnger eingefunden hatten und f├╝r eine Stimmung wie in Zagreb sorgten. Nun muss sich Kroatien, 2018 WM-Zweiter und vor sechs Monaten Dritter, weiter gedulden. Immerhin: Modric d├╝rfte trotz seiner 37-Jahren auch an der n├Ąchsten EM noch dabei sein.

(text:sda/bild:sda)