23 MĂ€rz 2023

SNB hebt Leitzinsen auf 1,50 Prozent an

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hebt den Leitzins trotz Turbulenzen im Bankensektor erneut an. Die Notenbank erhöht den sogenannten SNB-Leitzins um 0,50 Prozentpunkte auf 1,50 Prozent.

Mit dem Schritt wollen die WĂ€hrungshĂŒter dem nochmals gestiegenen Inflationsdruck entgegen wirken, erklĂ€rte die SNB am Donnerstag. Zudem sei es nicht auszuschliessen, dass zusĂ€tzliche Zinserhöhungen nötig sein werden, um die PreisstabilitĂ€t in der mittleren Frist zu gewĂ€hrleisten.

Die SNB sei weiterhin bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu sein. Seit einigen Quartalen stĂŒnden dabei DevisenverkĂ€ufe im Vordergrund.

Es war der vierte Zinsschritt in Folge. Letzten Sommer hatte die SNB die Zinsschraube mit einem Schritt um einen halben Prozentpunkt erstmals seit fĂŒnfzehn Jahren wieder angezogen. Er lag damals mit minus 0,75 Prozent noch klar im negativen Bereich.

Seit der letzten geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB im Dezember hat die Teuerung in der Schweiz wieder markant angezogen. Sie lag zuletzt mit 3,4 Prozent weiter klar ĂŒber dem SNB-Zielband von 0 bis 2 Prozent.

Als einer der Vorreiter der geldpolitischen Wende gilt die US-Notenbank Fed, die ihren Leitzins bereits mehrfach erhöht hat, das letzte Mal am Vorabend. Der US-Leitzins liegt nun bei einer Spanne von 4,75 bis 5,00 Prozent.

Auch die EuropÀische Zentralbank (EZB) stemmt sich inzwischen mit einer Serie von Zinserhöhungen gegen die hohe Inflation im Euroraum. Vergangene Woche hob sie den Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 3,5 Prozent.

Auch in der Eurozone ist die Inflationsrate zuletzt wieder gestiegen, und zwar auf 8,5 Prozent im Februar. Im Oktober 2022 war mit 10,6 Prozent der höchste Wert seit Bestehen der WÀhrungsunion gemessen worden.

(text/bild:sda)