24 Januar 2023

Skigebiet Sattel-Hochstuckli ist Schneemangel-Pilotgebiet

Die Schwyzer Gemeinde Sattel und das Skigebiet Sattel-Hochstuckli wollen auch dann wettbewerbsf├Ąhig sein, wenn dereinst wegen des Klimawandels weniger Schnee f├Ąllt. Sie machen als Test- und Pilotgebiet im alpenweiten EU-Projekt „BeyondSnow“ mit.

Der Startschuss f├╝r das sogenannte Interreg-Projekt, an dem sechs L├Ąnder beteiligt sind, fiel am Montag und Dienstag im italienischen Bozen. Es hat zum Ziel, die Widerstandsf├Ąhigkeit von kleineren Wintersportdestinationen in mittleren H├Âhenlagen zu st├Ąrken, die vom Klimawandel besonders betroffen sind. Sie sollen f├╝r Einwohner und Touristen attraktiv bleiben.

Beteiligt ist auch die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft f├╝r Berggebiete (SAB). Sie hat f├╝r das dreij├Ąhrige Pilotprojekt die Gemeinde Sattel ins Boot geholt, deren Skigebiet Sattel-Hochstuckli auf rund 1600 Meter ├╝ber Meer liegt.

Sie bilden eine von neun unterschiedlichen Testdestinationen in den sechs Alpenl├Ąndern, wie die Gemeinde am Dienstag mitteilte. Im Rahmen des Projekts wird ein Instrument erarbeitet, das k├╝nftig auch andere betroffene Regionen anwenden k├Ânnten.

Als Pilotregion m├╝sse Sattel vorerst vor allem Daten liefern, etwa zu Geografie, Klima und Wirtschaft, sagte Gemeindepr├Ąsident Pirmin Moser auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Diese Informationen werden in ein Anpassungsmodell ├╝berf├╝hrt. Aus diesem wiederum wird ein digitales Werkzeug weiterentwickelt, das Tourismusdestinationen helfen soll, ├╝ber ihre k├╝nftige Ausrichtung und Diversifikation von Aktivit├Ąten zu entscheiden.

Die Gemeinde Sattel wolle dank dem Austausch Erfahrung sammeln und von der professionellen Begleitung Hinweise zu einer m├Âglichen Angebotsver├Ąnderung erhalten. „Wir wollen nicht warten und Angst haben, sondern uns neu positionieren“, sagte Moser.

Die EU lancierte die Interreg-Programme 1990. Die Schweiz beteiligt sich im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) daran.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)