9 Oktober 2021

Sion wieder mit Tramezzani

Der FC Sion setzt nach der Entlassung von Trainer Marco Walker auf einen alten Bekannten. Paolo Tramezzani ĂŒbernimmt ein drittes Mal beim Walliser Super-League-Klub.

Der 51-jÀhrige Italiener unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2023.

Tramezzani coachte Sion schon zu Beginn der Saisons 2017/18 und 2020/21. 2017 hatte PrĂ€sident Christian Constantin Tramezzani vom FC Lugano abgeworben. Dennoch musste er den Posten in Sitten nach 16 Spielen rĂ€umen. 2020 war nach 13 Pflichtspielen Schluss, obwohl er die Mannschaft nach dem Corona-Stillstand erfolgreich aus der Abstiegsgefahr zum Ligaerhalt gefĂŒhrt hatte.

Nun kehrt Tramezzani aus Saudi-Arabien in die Schweiz zurĂŒck. Dort hatte er erst im Juli mit einem Einjahresvertrag den Trainerposten beim Erstligisten Al-Faisaly Harmah angetreten. Eine weitere Station nach dem zweiten Gastspiel in Sitten war Anfang des Jahres wĂ€hrend vier Monaten Hajduk Split. LĂ€nger als die 24 Spiele in Kroatien hielt sich Tramezzani als Cheftrainer bislang einzig 2018/19 bei APOEL Nikosia im Amt. In zehn Monaten brachte er es dort auf 31 Pflichtspiele.

Ein Novum ist das dreimalige Engagement des gleichen Trainers im Wallis nicht: Vor Tramezzani hatten auch Michel Decastel (1995/96, 2012, 2013), Alberto Bigon (1996/97, 2007, 2008) und Laurent Roussey (2001/02, 2011/12, 2013/14) den FC Sion in drei verschiedenen Amtsperioden gecoacht.

Von Tramezzanis VorgĂ€nger Marco Walker hatte sich Constantin am Freitag aufgrund der durchwachsenen Resultate in den letzten Wochen nach sieben Monaten getrennt. Aus den neun Ligaspielen dieser Saison resultierten neun Punkte und 22 Gegentore. Zuletzt setzte es in der Meisterschaft ein 2:6 gegen den FC ZĂŒrich und ein 1:3 gegen die Grasshoppers ab sowie ein 0:4 im Cup gegen den Challenge-League-Klub Stade Lausanne-Ouchy. Der Kredit aus der letzten RĂŒckrunde, in der Walker die Mannschaft erfolgreich zum Ligaerhalt gefĂŒhrt hat, war damit aufgebraucht.

„Wir kennen seine QualitĂ€t, seine HĂ€rte und Offenheit. Er hat einen klaren Spielplan und weiss genau, was er mit unserem Team machen möchte“, erklĂ€rt Sion Sportchef BarthĂ©lĂ©my Constantin in der ĂŒber Tramezzanis RĂŒckkehr. „Im Sommer 2020 blieb nach der Rettung der Beigeschmack von etwas Unvollendetem. Heute freuen wir uns, ihn fĂŒr den Start eines neuen gemeinsamen mittelfristigen Projekts zurĂŒck zu haben.“

(text:sda/bild:sda)