6 Januar 2022

Sicherer Präsenzunterricht an Berner Schulen gefordert

Der Verein Schule & Elternhaus Kanton Bern hat heute der Regierung eine Petition überreicht mit dem Appell für einen „sicheren Präsenzunterricht“. Gefordert wird zum Schulstart am 10. Januar unter anderem systematische Massentest bei allen Schüler:innen und Mitarbeitenden der Berner Schulen, danach weiter repetitive und obligatorische Tests und eine gute Vorbereitung für den allfälligen Fernunterricht bei Klassenquarantänen oder Schulschliessungen.

Zusätzlich wurde ebenfalls heute Mittwoch eine Petition bei der Berner Gesundheitsdirektion eingereicht, welche sich gegen eine Maskenpflicht auf den Schulstart hin ausspricht. Noch im alten Jahr hat die Berner Bildungsdirektion die Maskenpflicht an den Schulen ab der ersten Klasse ausgesprochen. Dies vorerst mal für zwei Wochen.

Die Berner Bildungsdirektorin Christine Häsler betont gegenüber Radio BeO, dass alle Massnahmen regelmässig überprüft werden. Es sei jedoch nicht möglich, allen gerecht zu werden. Die Massentests zum Schulstart werden jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingeführt. Hingegen teilt die Berner Gesundheitsdirektion heute Nachmittag mit, dass sie mit dem Leistungserbringer «Together we Test» (TwT) einen Vertrag für die Durchführung von regelmässigen Coronatests in den Schulen im Kanton Bern unterzeichnet hat. So können sich Schulen bei TwT für repetitive Testungen anmelden. Es steht den Schulen frei, entweder repetitive Coronatests durchzuführen oder das kantonale Ausbruchstesten zu nutzen. Es wird jedoch keine vom Kanton organisierte spezifische Lösung für diese Durchtestungen wie im Jahr 2021 geben, sondern eine Standardlösung, die von den Schulleitungen mit dem Partner TwT selbständig zu organisieren ist. Repetitive Tests müssen zwei Mal pro Woche durchgeführt werden und sind für die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie das Schulpersonal obligatorisch.

Die diversen Forderungen zeigen die Diskrepanz auf: So möchte der Verein Schule & Elternhaus die Maskenpflicht zum Schulstart nicht verhindern. Co-Präsidentin Gabriela Heimgartner sagt zu Radio BeO, dass diese im Hinblick auf die Omikron-Variante momentan Sinn mache. Jedoch sollte sie nur solange wie nötig gelten. Andererseits haben 12’000 Menschen genau diese Petition für ein „NEIN zur Maskenpflicht“ unterschrieben.

Wie sich die Massnahmen an den Schulen weiterentwickeln wird sich wohl erst ein paar Tage nach Schulstart zeigen.

(text:ch,pd/bild:unsplash)