Setzt sich der Bauernverband genug für Klimamassnahmen ein?
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(03:18)
Rund 380 Landwirtinnen und Landwirte kritisieren den Schweizer Bauernverband in einem offenen Brief dafür, sich nicht zur aktuellen Trockenheit sowie Hitze geäussert zu haben, obwohl die Landwirtschaft dringend Anpassungen und langfristigen Klimaschutz benötigt. Sie werfen dem Verband vor, die Klimakrise zu verharmlosen und die Interessen der Bauern unzureichend zu vertreten, indem er sich beispielsweise durch die Befürwortung des Autobahnausbaus gegen Klimaschutzmassnahmen ausspreche. Jürg Iseli, Präsident des Berner Bauernverbandes, weist diese Kritik zurück und betont, dass der Dachverband durchaus langfristig und strategisch denke, wie er gegenüber Radio BeO erklärt. Dabei wird er jedoch nicht konkreter, sagt jedoch, dass ein sorgfältiger Umgang mit dem Wasserhaushalt ein zentrales Thema sei. Den Vorwurf bezüglich des Strassenausbaus kontert Iseli damit, dass Staus die Landwirtschaft durch verzögerte Transporte zu Verarbeitungsstätten viel Geld kosten, weshalb schnelle Wege notwendig seien.
Während der Konflikt die Frage aufwirft, ob kurzfristige Wirtschaftsinteressen oder der langfristige Klimaschutz schwerer wiegen, scheint man sich zumindest einig zu sein, dass die Klimakrise real ist und eine Bewältigung nur gemeinsam gelingen kann.
(text:chl/bild:unsplash)