1 April 2021

Servette macht Anspruch auf Playoff-Viertelfinals deutlich

Der grossen Gewinner der drittletzten Runde der National League heissen ZSC Lions, Lugano und Servette. Sie machen einen wichtigen Schritt Richtung direkte Viertelfinal-Qualifikation.

Die ZSC Lions waren zuletzt noch ins Zittern geraten und mussten sogar um die direkte Qualifikation fĂĽr die Playoff-Viertelfinals bangen. Nach einem 3:2-Auswärtssieg beim Lieblingsgegner Davos sind die ZĂĽrcher nun aber wieder auf Kurs – und verdarben den BĂĽndner gleich das 100-Jahr-Jubiläum.

Wichtige Siege feierten auch Genf-Servette im Derby gegen Lausanne (5:1) und Lugano gegen das inferiore Schlusslicht SCL Tigers (7:3). Während die Genfer bereits im ersten Drittel davonzogen und den 6. Platz festigten, setzte Lugano erst im Schlussdrittel und nach einem 1:3-Rückstand zum Schützenfest an.

Zug, das längst als Qualifikationssieger feststand, setzte nochmals ein Ausrufezeichen und bezwang Fribourg-Gottéron 4:0.

Wegen der Siege der ZSC Lions, von Servette und Lugano war es auch eine schlechte Runde für den EHC Biel, der nach seiner Quarantäne erst für die letzten zwei Runden wieder eingreifen kann. Er konnte seinen Punktequotienten nicht verbessern und wird es sehr schwer haben, noch auf den 6. Platz vorzustossen.

Nach einer zuletzt schwachen Phase macht Servette seinen Anspruch auf einen direkten Platz in den Playoff-Viertelfinals mit einem 5:1-Sieg im Romand-Derby gegen Lausanne deutlich.

Bereits im Startdrittel sorgten Linus Omark, Tanner Richard und Marco Miranda mit den Toren zum 3:0 innerhalb von weniger als vier Minuten fĂĽr eine Vorentscheidung.

Die Lausanner bemühten sich in der Folge zwar redlich, konnten aber nicht an die starke Leistung am Dienstag in Lugano anknüpfen. Servette entschied damit die Genfersee-Serie mit 4:2 Siegen in der laufenden Qualifikation für sich, fünfmal gewann das Auswärtsteam. Und noch wichtiger: Die Genfer festigten den 6. Platz gegenüber Biel, das am Wochenende nach der Quarantäne nochmal zwei Spiele Zeit hat, seinen Punkteschnitt zu verbessern.

Der HC Lugano wahrte sich mit einem zu deutlich ausgefallenen 7:3-Sieg gegen das Schlusslicht die Chance auf den 2. Platz am Ende der Qualifikation. Die Tessiner taten sich allerdings äusserst schwer, um die Emmentaler im vierten Spiel der Saison zum vierten Mal zu bezwingen. In den letzten 19 Minuten machte das Team von Coach Serge Pelletier aus einem 1:3-Rückstand ein 7:3. Vier der sechs Tore fielen im Powerplay, Luca Fazzini erzielte seinen dritten Hattrick in der National League.

Die SCL Tigers müssen froh sein, dass es in dieser Saison kein Playout und keinen Absteiger gibt. Sie setzten in dieser Corona-Saison konsequent auf die Vernunft, verfügten so aber nicht über die Qualität, um in der National League eine gute Rolle zu spielen. Sie verloren 24 ihrer letzten 26 Partien.

Der überlegene Qualifikationssieger EV Zug unterstrich auch in der drittletzten Runde seine Dominanz und bezwang das zuvor drittplatzierte Fribourg-Gottéron 4:0. Alle Tore fielen im Schlussabschnitt.

Fribourg-Coach Christian Dubé gönnte seinem Stammgoalie Reto Berra vor den Playoffs eine Pause, und dessen Ersatz Connor Hughes wäre fast zum grossen Helden geworden. Bis zur 43. Minute hielt er seinen Kasten gegen einen wahren Zuger Sturmlauf (am Ende 50 Schüsse aufs Tor) rein, ehe Yannick Zehnder im Nachschuss den Bann brach. Carl Klingberg und Grégory Hofmann im Powerplay sowie Jérôme Bachofner sorgten dann noch für ein standesgemässes Resultat.

Leonardo Genoni musste fĂĽr seinen Shutout „nur“ 26 SchĂĽsse abwehren. Trotz der Niederlage kann GottĂ©ron nicht mehr von den ersten sechs Plätzen, die zur direkten Viertelfinal-Teilnahme reichen, verdrängt werden.

Davos – ZSC Lions 2:3 (1:1, 1:1, 0:1). Lausanne – Genève-Servette 1:5 (0:3, 1:1, 0:1). Lugano – SCL Tigers 7:3 (0:2, 1:0, 6:1). Zug – Fribourg-GottĂ©ron 4:0 (0:0, 0:0, 4:0).

(text:sda/bild:

 

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