30 MĂ€rz 2022

SEM ruft Bundesangestellte zur Mitarbeit in Asylzentren auf

Das Staatssekretariat fĂŒr Migration (SEM) sucht in der Bundesverwaltung VerstĂ€rkung – wegen des Personalmangels im Zusammenhang mit der Ankunft von GeflĂŒchteten aus der Ukraine. Angestellte erhalten die Gelegenheit, vorĂŒbergehend in einem Asylzentrum zu arbeiten.

Die Zahl der GeflĂŒchteten aus der Ukraine, die den Schutzstatus S beantragten, nehme jeden Tag zu, begrĂŒndete eine Sprecherin des SEM den Schritt gegenĂŒber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Deshalb brauche es fĂŒr die Registrierung der Menschen mehr Personal in den Bundesasylzentren. Sie bestĂ€tigte damit eine Meldung des privaten Westschweizer TV-Senders „LĂ©man bleu“.

In einem ersten Schritt hatte das SEM einen internen Personal-Pool geschaffen. Mehr als hundert Mitarbeitende der SEM-Zentrale seien bereits in Bundesasylzentren im Einsatz, so die Sprecherin. Das Potenzial sei damit ausgeschöpft – auch weil gewisse Abteilungen andere, nicht aufschiebbare Aufgaben hĂ€tten.

Aus diesem Grund hat das SEM in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Personalamt (EPA) nun ein UnterstĂŒtzungsteam des Bundes geschaffen. Ziel ist, unter den Bundesangestellten weitere 110 bis 120 Personen als VerstĂ€rkung zu rekrutieren. Bis Mittwoch können sich Interessierte aus allen Teilen der Bundesverwaltung in einer Liste eintragen – freiwillig und in Absprache mit ihren Vorgesetzten.

Wie viele Freiwillige sich gemeldet haben, ist laut dem SEM damit noch unklar. Freiwillige sollten mindestens zwei Monate lang, noch besser drei Monate, in einem der sechs Bundesasylzentren aushelfen. Die ersten EinsÀtze sollen schon nÀchste Woche beginnen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)