29 Oktober 2022

SEM-Chefin: Balkanroute k├Ânnte sich im Winter nicht beruhigen

Ob sich die Fl├╝chtlingsroute ├╝ber den Balkan wie bis anhin ├╝ber den Winter beruhigt, ist dieses Jahr nicht sicher, sagte die Staatssekret├Ąrin f├╝r Migration Christine Schraner Burgener. Wegen der Energieversorgung k├Ânnten dann mehr Menschen aus der Ukraine fl├╝chten.

„Somit ist unsicher, ob sich die Lage im Winter tats├Ąchlich entspannt“, sagte die Chefin des Staatssekretariats f├╝r Migration (SEM) in einem am Samstag ver├Âffentlichten Interview mit dem „Blick“. Wegen der angespannten Lage in den Bundesasylzentren m├╝sse der Bund ab n├Ąchster Woche wohl auch Menschen an die Kantone ├╝berweisen, die deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen sind.

Trotz der vollen Bundesasylzentren sagte Schraner Burgener: „Die Schweiz hat die Ukraine-Krise gut gemeistert.“ Im Gegensatz zu anderen L├Ąndern m├╝ssten Gefl├╝chtete hier nicht draussen oder in Zelten schlafen.

Der Bund habe zudem vor hohen Fl├╝chtlingszahlen gewarnt. „Das war keine Schwarzmalerei“, so die SEM-Chefin. „Wir sind in der gr├Âssten Fl├╝chtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Bis Ende Jahr k├Ânnten bis zu 120’000 Menschen aus der Ukraine und 24’000 regul├Ąre Asylgesuche verzeichnet werden. Immerhin: „Viele Kantone haben aber in den letzten Monaten sehr gut gearbeitet und sind gut vorbereitet.“

(text&bild:sda)