22 Mai 2022

Selenskyj will neue Sanktionen gegen Moskau

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj pocht auf weitere Strafmassnahmen des Westens gegen Russland. Das sechste Sanktionspaket der europĂ€ischen Staaten mĂŒsse beschleunigt werden, sagte das Staatsoberhaupt in einer Videobotschaft, die in der Nacht zum Sonntag veröffentlicht wurde. DarĂŒber habe er zuletzt auch mit Italiens Regierungschef Mario Draghi gesprochen. Viele westliche Staaten haben bereits beispiellose Strafmassnahmen gegen Russland verhĂ€ngt.

„Die Situation im Donbass ist Ă€usserst schwierig“, sagte Selenskyj. Die russische Armee versuche, die StĂ€dte Slowjansk und Sjewjerodonezk im Osten des Landes anzugreifen. „Die StreitkrĂ€fte der Ukraine halten diese Offensive zurĂŒck.“ Jeder Tag, an dem „unsere Verteidiger“ PlĂ€ne Russlands durchkreuzten, sei ein konkreter Beitrag auf dem Weg zum Sieg. Aber Selenskyjs mahnte auch: „Wir mĂŒssen noch weiter kĂ€mpfen.“

KĂ€mpfe gehen weiter

Das ukrainische MilitĂ€r berichtete in der Nacht zum Sonntag von andauernden KĂ€mpfen in den Gebieten Donezk und Luhansk im Osten des Landes. Dort seien am Samstag neun Angriffe russischer Truppen abgewehrt worden. Im Laufe des Tages seien fĂŒnf Panzer, vier Artilleriesysteme und eine Drohne zerstört worden, teilte die ukrainische Armee mit. Russland setzt laut dem Lagebericht entlang der gesamten Front Kampfflugzeuge, Raketenwerfer und Panzer ein.

Im Gebiet Saporischschja im SĂŒden der Ukraine hat die dortige Verwaltung nach eigenen Angaben vermehrt FlĂŒge russischer Drohnen beobachtet. Das russische MilitĂ€r habe die LuftaufklĂ€rung verstĂ€rkt, hiess es. Zudem seien Kolonnen von MilitĂ€rfahrzeugen gesichtet worden. Saporischschja liegt nordwestlich der inzwischen von Russland eingenommenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer.

(text:pd/bild: archiv)