16 Januar 2024

Selenskyj warnt vor „Einfrieren“ des Ukraine-Kriegs

Der ukrainische Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem m├Âglichen „Einfrieren“ des russischen Krieges gegen sein Land gewarnt.

„Jeder eingefrorene Konflikt wird irgendwann wieder aufflammen“, sagte der Staatschef beim Weltwirtschaftsforum in Davos am Dienstag. Selenskyj spricht sich seit langem daf├╝r aus, den Krieg auf dem Schlachtfeld zu entscheiden, um Russland so m├Âglichst eine strategische Niederlage zuzuf├╝gen.

Selenskyj erinnerte an Versuche der damaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und des franz├Âsischen Pr├Ąsidenten Fran├žois Hollande, den 2014 ausgebrochenen Konflikt in der Ostukraine zu stoppen. Die damaligen Vereinbarungen ├╝ber einen Waffenstillstand und einen Friedensplan zwischen Kyjiw und den von Moskau unterst├╝tzten Separatisten wurden nie vollst├Ąndig umgesetzt.

Selenskyj warf dem russischen Pr├Ąsidenten Wladimir Putin einmal mehr vor, kein Interesse an einer Friedensl├Âsung zu haben. „Putin ist ein Raubtier, das sich nicht mit Tiefk├╝hlprodukten zufrieden gibt“, betonte der Ukrainer. Er komme immer wieder zur├╝ck f├╝r mehr.

Als Ausweg wies Selenskyj auf seinen Zehn-Punkte-Plan hin, der auf einem kompletten russischen Abzug aus der Ukraine, auf Reparationen und einer Bestrafung der Kriegsverbrecher basiert. Nur dieser Friedensplan erm├Âgliche einen „gerechten und stabilen Frieden“, betonte er.

Die Ukraine verteidigt sich seit fast zwei Jahren mit westlicher Hilfe gegen die russische Invasion. Beinahe ein F├╝nftel des ukrainischen Staatsgebiets steht unter russischer Kontrolle.

(text:sda/bild:keystone)