3 November 2022

Selenskyj: „Russische Erpressung“ erfolglos

Der ukrainische Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj sieht die Wiederaufnahme des Getreideabkommens als Teilerfolg im Krieg mit Russland. Kremlchef Wladimir Putin schloss jedoch einen neuen Ausstieg aus dem Getreideabkommen mit der Ukraine nicht aus, sollte es aus russischer Sicht Verst├Âsse dagegen geben. „Russland beh├Ąlt sich das Recht vor, aus diesen Vereinbarungen auszusteigen f├╝r den Fall, dass die Garantien seitens der Ukraine verletzt werden“, sagte Putin am Mittwoch bei einer Videokonferenz mit dem nationalen Sicherheitsrat. Auch bei einem Ausstieg aus dem Abkommen sei Russland aber bereit, die f├╝r ├Ąrmere L├Ąnder bestimmten Getreidelieferungen durch den vereinbarten Korridor passieren zu lassen. Russland hatte zuvor ├╝ber die Wiederaufnahme des Getreideabkommens informiert.

„Die russische Erpressung hat zu nichts gef├╝hrt“, sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner abendlichen Videoansprache. Er lobte insbesondere UN-Generalsekret├Ąr Ant├│nio Guterres und den t├╝rkischen Pr├Ąsidenten Recep Tayyip Erdogan sowie weitere Schl├╝sselpartner als Vermittler. „Wieder einmal hat jeder gesehen, dass es in unserer Region nur eine Bedrohung f├╝r die globale Ern├Ąhrungssicherheit gibt, und das ist die Russische F├Âderation und sonst niemand“, betonte er nach mehr als acht Monaten Krieg.

Weiter berichtete die Ukraine von intensiven K├Ąmpfen mit russischen Einheiten im Donbass um die St├Ądte Bachmut und Soledar. „Dutzende Angriffe an einem Tag“ seien zur├╝ckgeschlagen worden, sagte die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Maljar am Mittwoch im ukrainischen Fernsehen. R├╝cke die russische Armee vor, antworte die Ukraine umgehend mit einer Gegenattacke. Russland setzte nach Angaben des Generalstabs in Kiew Angriffe mit Raketen und iranischen Drohnen auf Infrastruktur in mehreren Regionen fort. Unabh├Ąngig best├Ątigen liessen sich die Angaben aus dem Kampfgebiet nicht.

(text:sda/bild:sda)