26 Oktober 2022

Selenskyj klagt ├╝ber beispiellosen Terror gegen Energiesektor

Der ukrainische Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj hat die russischen Luftangriffe als beispiellose Attacke auf die Energieversorgung seines Landes bezeichnet. „Russische Terroristen haben so schwierige Bedingungen f├╝r unsere Energiearbeiter geschaffen, dass niemand in Europa jemals zuvor so etwas gesehen oder erlebt hat“, sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner t├Ąglichen Videoansprache. Einmal mehr warnte er vor bevorstehenden Stromabschaltungen im ganzen Land und rief die Bev├Âlkerung zum Energiesparen auf.

Dar├╝ber hinaus kritisierte er die seinen Angaben nach ungen├╝gende Umsetzung des Getreideabkommens. Russland behindere weiterhin die Ausfuhr ukrainischer Lebensmittel ├╝ber den Seeweg. 175 Schiffe st├╝nden im Stau und warteten auf ihre Abfertigung, monierte der 44-J├Ąhrige. „Es ist offensichtlich, dass Russland beabsichtigt, die globale Nahrungsmittelkrise erneut zu versch├Ąrfen, um die Gefahr einer grossen Hungersnot zur├╝ckzubringen“. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Moskau zu erh├Âhen.

Selenskyjs Worte richteten sich dabei wohl auch an Regierungen in Afrika, um die die Ukraine nun verst├Ąrkt wirbt. „Es ist sehr wichtig, dass sie auf diesem Kontinent, auf dem der Einfluss des Kremls traditionell stark ist, die ukrainische Position h├Âren und die volle Wahrheit dar├╝ber wissen, was wirklich passiert“, betonte er. Zuvor hatte Selenskyj mit dem Pr├Ąsidenten von Guinea-Bissau, Umaro Sissoco Embal├│, den ersten Staatschef aus Afrika seit Ausbruch des Kriegs empfangen. Embal├│ erkl├Ąrte, er habe ein Gespr├Ąchsangebot Wladimir Putins mitgebracht, den er tags zuvor im Kreml getroffen hatte. Moskau hat das Angebot allerdings bisher nicht best├Ątigt.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)