9 April 2024

Selenskyj besucht von Russland angegriffene Region Charkiw

Nach den verheerenden russischen Angriffen auf die ostukrainische Region Charkiw hat Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj sich an Ort und Stelle ├╝ber die Situation informiert. „Es werden gerade alle Voraussetzungen f├╝r eine Verringerung des Stromdefizits geschaffen“, sagte Selenskyj am Dienstag in einer Videobotschaft. Es solle weniger Stromabschaltungen geben. Es werde an einer Behebung der Sch├Ąden an den Netzen gearbeitet. Der Pr├Ąsident warf Russland vor, ├╝ber die Raketenangriffe und Bombardierungen von Charkiw und Umgebung die Menschen aus der Millionenstadt und der Region vertreiben zu wollen.

„Alles was (der russische Pr├Ąsident Wladimir) Putin anfasst, verwandelt sich in Ruinen“, sagte Selenskyj. Kyjiw werde jedoch alles tun, um die Stadt besser vor russischen Angriffen zu sch├╝tzen. „Wir haben eine L├Âsung, um die Flugabwehr hier zu verst├Ąrken.“ Selenskyj appellierte zugleich an die internationalen Verb├╝ndeten, mehr f├╝r eine St├Ąrkung der ukrainischen Flugabwehr zu tun – nicht nur in Charkiw.

Ebenso inspizierte der Staatschef den Fortschritt beim Bau von Verteidigungslinien entlang der russischen Grenze. Zuletzt hatten sich Bef├╝rchtungen ├╝ber einen neuen russischen Vorstoss in Richtung der nach Kyjiw zweitgr├Âssten ukrainischen Stadt geh├Ąuft.

Die Ukraine wehrt sich seit ├╝ber zwei Jahren gegen die russische Invasion. Die nur etwa 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernte Grossstadt Charkiw war im M├Ąrz besonders stark von russischen Angriffen vor allem auf die Energieinfrastruktur betroffen. Zeitweise war die Millionenstadt komplett ohne Strom und es kommt regelm├Ąssig zu Stromabschaltungen.

(text:sda/bild:Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa)