7 April 2023

Selenskyj besteht auf Befreiung der Krim von russischer Besatzung

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat die Befreiung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim von der russischen Besatzung als alternativlos bezeichnet. „Die Welt sollte wissen: Respekt und Ordnung werden erst in die internationalen Beziehungen zurĂŒckkehren, wenn die ukrainische Flagge wieder auf die Krim zurĂŒckkehrt“, sagte Selenskyj in einer am Samstagabend bei Twitter verbreiteten Nachricht. Unter russischer Flagge machten sich hingegen derzeit Repressionen, Mord, Krieg und das Böse breit, sagte Selenskyj in einem ebenfalls am Abend veröffentlichten Video.

„Die De-Okkupation der Krim ist alternativlos nicht nur fĂŒr die Ukraine, sondern fĂŒr die gesamte Welt. Davon bin ich ĂŒberzeugt“, sagte Selenskyj in dem Video von einem Treffen mit muslimischen MilitĂ€rangehörigen, darunter auch Vertreter der Krim-Tataren. Anlass war das Fastenbrechen im Ramadan.

Wie die Ukraine die territoriale Unversehrtheit anderer Staaten schĂ€tze, verlange das Land auch Respekt gegenĂŒber seiner SouverĂ€nitĂ€t, sagte Selenskyj mit Blick auf einen Vorschlag von Brasiliens PrĂ€sident Luiz InĂĄcio Lula da Silva, Kyjiw könnte fĂŒr einen Frieden mit Moskau auf die Krim verzichten. „Unser ganzer Osten, SĂŒden, alle unsere Gemeinschaften, alle unsere Menschen gleichfalls verdienen es zu leben und frei zu leben“, sagte Selenskyj.

Viele Krim-Tataren haben die Halbinsel aus Angst vor politischer Verfolgung verlassen. Zahlreiche Angehörige der muslimischen Minderheit sitzen in russischer Haft. Die Krim hat zudem eine grosse Gemeinschaft von Tataren, die sich mit den russischen Behörden arrangiert haben. Selenskyj betonte, dass die Welt erst wieder in Frieden und Ruhe leben werde, wenn der Aggressor Russland besiegt werde und die Krim zur Ukraine zurĂŒckkehre.

Russland hatte die Krim 2014 nach dem Sturz des ukrainischen PrĂ€sidenten Viktor Janukowitsch annektiert. Auf PlĂ€ne der Ukraine, sich die Halbinsel zurĂŒckzuholen, reagierte die Atommacht mit der Drohung, alle ihr zur VerfĂŒgung stehenden Mittel einzusetzen, um eine RĂŒckeroberung zu verhindern.

(text:sda/bild:keystone)