21 Mai 2023

Schwere SchĂ€den nach Unwettern in Italien – Meloni zu Besuch erwartet

Nach den dramatischen Überschwemmungen wegen heftiger RegenfĂ€lle in der italienischen Region Emilia-Romagna gibt es noch keine Entwarnung. In Teilen dieses Gebiets und auch auf der Mittelmeerinsel Sizilien gilt weiter die höchste Alarmstufe rot, wie der Zivilschutz am spĂ€ten Samstagabend mitteilte. Der Regen sei zwar schwĂ€cher geworden und AufrĂ€umarbeiten liefen, doch nun warnen Geologen vor Erdrutschen. Viele Strassen seien etwa völlig verschwunden und mĂŒssten komplett neu gebaut werden, zitiert die Nachrichtenagentur Ansa den Geologen Paride Antolini.

Italiens MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni wird Medienberichten zufolge bereits gegen Mittag in der Stadt ForlĂŹ erwartet, die schwere SchĂ€den zu beklagen hat. Sie verliess den G7-Gipfel im japanischen Hiroshima vorzeitig, um die Entwicklungen von Italien aus zu beobachten. „Mein Gewissen verlangt von mir, zurĂŒckzukehren“, sagte sie vor ihrer Abreise vor Journalisten. Sie wolle „persönlich arbeiten, um die notwendigen Antworten zu geben“. Es sind Treffen mit Behördenvertretern und freiwilligen Helfern vor Ort geplant.

Mindestens 14 Menschen sind infolge der Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen. Tausende mussten evakuiert werden. Die Unwetter verursachten schwere SchĂ€den in der Region. Ganze Felder und StrassenzĂŒge sind ĂŒberschwemmt oder nun von gewaltigen Schlammmassen blockiert. Wegen der Erdrutsche seien zudem viele HĂ€user und Bauernhöfe isoliert. Seit Beginn der Unwetter rĂŒckte die italienische Feuerwehr zu knapp 4000 EinsĂ€tzen aus, wie es am Sonntagmorgen hiess. Die meisten EinsĂ€tze liefen demnach in den Gegenden rund um Bologna, Rave, ForlĂŹ-Cesena sowie Rimini.

(text:sda/bild:sda)