28 M├Ąrz 2022

Dritter WM-Titel der Schweizer Curlerinnen

Die Schweizerinnen Curlerinnen waren nach dem 4. Platz im Olympia-Turnier in Peking entt├Ąuscht. Jetzt, einen guten Monat sp├Ąter, werden sie in Prince George Weltmeisterinnen des Superlative.

Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Skip Silvana Tirinzoni und Alina P├Ątz wurden in der kanadischen Kleinstadt in British Columbia mit einem 7:6-Sieg im Final gegen S├╝dkorea tats├Ąchlich Weltmeisterinnen der Rekorde. Als erstes Frauenteam der 1979 begonnenen WM-Geschichte errangen sie drei Titel am St├╝ck.

Eine WM-Bestleistung gl├╝ckte den Curlerinnen des CC Aarau auch mit der beeindruckenden Siegesserie: Sie gewannen alle 14 Partien, n├Ąmlich 12 in der Round Robin sowie den Halbfinal gegen Schweden und den Final. Nur die Kanadierinnen um Jennifer Jones als Weltmeisterinnen 2018 hatten es ebenfalls auf eine Bilanz von 14:0 Siegen gebracht. Weltmeisterinnen ohne eine Niederlage wurde daneben nur das kanadische Team um Skip Rachel Homan 2017.

Es passte zu den fabelhaften Darbietungen im ganzen WM-Turnier, dass die Schweizerinnen im Final, dem wichtigsten Match, auf h├Âchstem Niveau spielten. Sie liessen sich die Weltklasse-Quote von 93 Prozent an gelungenen Steinen notieren. Alina P├Ątz auf der heiklen vierten Position kam ebenfalls auf 93 Prozent.

Die Basis f├╝r den Sieg gegen die von Kim Eun-Jung angef├╝hrten S├╝dkoreanerinnen, die Olympia-Zweiten 2018, legten die Schweizerinnen im 2. End mit einem Dreierhaus zur 3:0-F├╝hrung. Diesen Vorteil gaben sie in der Folge nicht mehr aus der Hand. Im 10. End brachten sie den noch fehlenden Stein zum 7:6 ins Ziel.

Die Leistungen der Schweizerinnen in der WM-Woche sind nicht hoch genug einzusch├Ątzen, wenn man bedenkt, dass sie zuerst ihre Entt├Ąuschung von den Olympischen Spielen hatten verarbeiten m├╝ssen. Wie in Prince George waren sie – mit 8:1 Siegen – auch in Peking die dominierende Crew in der Round Robin gewesen, bevor sie als Vierte leer ausgingen.

(text:sda/bild:unsplash)