22 Oktober 2021

Schweizerinnen siegen dank Doublette von Crnogorcevic

Das Schweizer Frauen-Nationalteam weist auch nach drei Spielen in der WM-Qualifikation eine weisse Weste auf. Es siegt in ZĂŒrich gegen RumĂ€nien 2:0, hĂ€tte aber deutlich höher gewinnen mĂŒssen.

Allein nach der Pause erspielten sich die Schweizerinnen ein gutes Dutzend erstklassige Torchancen, die Treffer von Ana-Maria Crnogorcevic kurz nach Wiederanpfiff und kurz vor Schluss waren aber der viel zu geringe Lohn fĂŒr einen spielerisch starken Auftritt des Heimteams.

Die StĂŒrmerin des FC Barcelona staubte in der 48. Minute nach einem Schuss aus spitzem Winkel von Ramona Bachmann den Abpraller mit dem Kopf ab und verwertete in der 90. Minute einen Penalty, nachdem die eingewechselte Sandy Maendly gefoult worden war. FĂŒr Crnogorcevic waren es im 128. LĂ€nderspiel die Treffer 62 und 63.

Daneben scheiterten die Schweizerinnen vor knapp 4000 Zuschauern im Letzigrund am eigenen Unvermögen, an der guten rumĂ€nischen Keeperin Andrea Paraluta oder an der Torumrandung. Viermal landete ein Abschlussversuch der SFV-Auswahl am Aluminium, zweimal durch Bachmann. Der Höhepunkt war der Schuss von Maendly in der 80. Minute, als der Ball von der Latte via des RĂŒckens von Paraluta an den Pfosten prallte.

„Wir hatten wieder einmal mehr PfostenschĂŒssen als Tore“, sagte Nationaltrainer Nils Nielsen – und lachte. Die leichten taktischen Umstellungen des DĂ€nen in der Pause zeigten sofort Wirkung, nach dem Seitenwechsel spielten die Schweizerinnen wie aus einem Guss, allerdings ohne das nötige Fortune im Abschluss. „Es war nicht nur die Angst vor dem Toreschiessen, sondern auch etwas Pech mit dabei“, sagte Nielsen, der sich trotz des verpassten Kantersieges nicht unzufrieden zeigte. „Vor der Partie hĂ€tte ich ein 2:0 gerne genommen.“

Aufgrund des spÀten zweiten Treffers verteidigten die Schweizerinnen in der Tabelle die Leaderposition im Fernduell mit Italien, das gegen Kroatien 3:0 gewann. Die noch punkt- und torlosen Kroatinnen sind der nÀchste Gegner der Schweiz am Dienstag. Die Partie findet erneut im Letzigrund statt.

(text:sda/bild:unsplash)