4 September 2023

Schweizer Wirtschaft hat im zweiten Quartal stagniert

Die Schweizer Wirtschaft spĂŒrt die internationale EintrĂŒbung der Konjunktur immer stĂ€rker. Im zweiten Quartal hat das BIP stagniert.

Die Wachstumsrate des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) in der Periode von April bis Juni 2023 lag bei 0,0 Prozent gegenĂŒber dem Vorquartal, wie das Staatssekretariat fĂŒr Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Auch auf sportevent-bereinigter Basis blieb das Wachstum unverĂ€ndert. Im ersten Quartal war die Wirtschaft noch klar gewachsen.

Vor allem in der Industrie bzw. dem verarbeitenden Gewerbe war die Wertschöpfung nach einem positiven Jahresbeginn mit -2,9 Prozent klar rĂŒcklĂ€ufig. Zum einen habe die chemisch-pharmazeutische Industrie ein deutliches Minus registriert, schreibt das Seco. Zum anderen laste das herausfordernde internationale Umfeld auf den konjunktursensitiven Industriebranchen wie jener des Maschinen- und Metallbaus.

Auch der Bausektor habe einen DĂ€mpfer hinnehmen mĂŒssen. Getrieben durch rĂŒcklĂ€ufige BauumsĂ€tze in allen Segmenten des Baugewerbes ging die Wertschöpfung leicht zurĂŒck (-0,7%).

Hingegen stiegen sowohl der Staatskonsum (+0,1%) als auch der private Konsum (+0,4%). Insbesondere seien die privaten Konsumausgaben fĂŒr Wohnen und Dienstleistungen ausgeweitet worden, namentlich in den Bereichen Gesundheit sowie Gastronomie und Beherbergung. Zusammen mit den weiter angestiegenen Zahlen der GĂ€ste aus dem Ausland habe dies zu einem starken Wertschöpfungszuwachs im Gastgewerbe (+5,2%) beigetragen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)