15 April 2022

Schweizer starten mit Sieg in WM-Vorbereitung

Die Schweizer starten mit einem 4:2-AuswÀrtssieg in die WM-Vorbereitung. Noah Delémont gelingt mit je einem Tor und Assist ein Traumeinstand.

Die Schweizer bekundeten einmal mehr MĂŒhe mit den Franzosen, gegen die sie drei der fĂŒnf vorangegangenen Duelle verloren hatten. Die Mannschaft von Trainer Patrick Fischer sorgte erst im letzten Drittel fĂŒr die Differenz. Damian Riat brachte die GĂ€ste in der 45. Minute zum dritten Mal in FĂŒhrung, zehn Minuten spĂ€ter erhöhte Verteidiger Roger Karrer auf 4:2, womit er den Schlusspunkt setzte.

Die Schweizer waren schwungvoll in die Partie gestartet, dennoch benötigten sie in der vierten Minute eine starke Parade von Melvin Nyffeler, um nicht in RĂŒckstand zu geraten. Zwei Minuten spĂ€ter gingen sie dank DelĂ©mont in FĂŒhrung. Der 20-jĂ€hrige Bieler Verteidiger, der fĂŒr den verletzten Nathan Vouardoux nachgerĂŒckt war, bestritt wie der ein Jahr jĂŒngere Berner StĂŒrmer Joshua Fahrni, der in der 45. Minute eine Topchance vergab, sein erstes LĂ€nderspiel. DelĂ©mont hatte auch beim 2:1 von Marco Miranda (11.) den Stock im Spiel, in dem er einen Abpraller provozierte. Dem Ausgleich der Franzosen (8.) ging ein haarstrĂ€ubender Fehlpass von Simon Le Coultre in der eigenen Zone voraus.

War der Auftritt vor der ersten Pause noch okay, verschliefen die Schweizer den Start in den zweiten Abschnitt komplett. Der bei Winterthur in der Swiss League tĂ€tige Kevin Bozon zeichnete nach 19 Sekunden fĂŒr den erneuten Ausgleich der Franzosen verantwortlich. Auch danach lief bei den Schweizern im Mitteldrittel wenig zusammen, agierten sie Ă€usserst fehlerhaft. Immerhin ĂŒberstanden sie eine zwei Minuten dauernde doppelte Unterzahl, wobei sie GlĂŒck hatten, dass Louis Boudon (32.) aus kurzer Distanz am Aussenpfosten scheiterte. In den letzten 20 Minuten hoben die Schweizer das Niveau dann wieder an, selbstredend gibt es aber noch einiges zu tun.

“Es war ein typisches erstes Spiel”, sagte Nationalmannschaftsdirektor Lars Weibel. Die Automatismen hĂ€tten verstĂ€ndlicherweise noch gefehlt. Zudem betonte er, dass es bloss ein Test gewesen sei und sie zuvor hart trainiert hĂ€tten, auch neben dem Eis. Freude hatte Weibel am Auftritt der Jungen. Am Sonntag treffen die beiden Teams in Basel erneut aufeinander.

(text:sda/bild:unsplash)