3 August 2021

Schweizer Rekord aber keine Medaille f├╝r den Bahnvierer

Dem Schweizer Bahnvierer gelingt an den Olympischen Spielen in Tokio ein nationaler Rekord. Die erhoffte Medaille verpassen die Schweizer aber deutlich.

Im Vergleich zur Qualifikation vom Montag, als die Schweizer mehr als eineinhalb Sekunden ├╝ber dem Landesrekord geblieben waren, nahmen sie f├╝r die Hauptrunde gegen Australien zwei personelle Wechsel vor. Anstelle von Startfahrer Robin Froidevaux und Mauro Schmid, der ├╝ber muskul├Ąre Beschwerden im Oberschenkel klagte, r├╝ckten Th├ęry Schir und Val├Ęre Thi├ębaud ins Team nach.

Die Rochade verfehlte ihre Wirkung nicht. Mit Schir, Thi├ębaud, Cyrille Thi├Ęry und Teamleader Stefan Bissegger gelang den Schweizern ├╝ber die 4000 m eine markante Steigerung. In der Zeit von 3:49,111 Minuten verbesserten sie die im Dezember 2019 in Neuseeland aufgestellte Schweizer Bestmarke um fast neun Zehntelsekunden.

Trotz der deutlichen Leistungssteigerung fehlte den Schweizern am Ende einiges, um noch in den Kampf um Bronze eingreifen zu k├Ânnen. Von den Australiern, die gegen Neuseeland um Bronze fahren, wurden sie im Direktduell um fast f├╝nf Sekunden distanziert. Deshalb bestreiten sie am Mittwoch – wie schon vor f├╝nf Jahren in Rio de Janeiro – das Rennen um Platz 7. Gegner ist Grossbritannien, der Olympiasieger von 2016.

Die Briten hatten in der Hauptrunde die Chance, mit einem Sieg ├╝ber Weltmeister D├Ąnemark erneut in den Final um Gold einzuziehen. Doch das Duell endete nach einem Sturz in der letzten von 16 Runden im Chaos. Der D├Ąne Frederik Madsen an der Spitze ├╝bersah den vor ihm fahrenden dritten Briten Harry Tanfield, der den Anschluss an seine zwei Teamkollegen verloren hatte. Die D├Ąnen, die auf Weltrekord-Kurs lagen, wurden nachtr├Ąglich von der Jury als Finalist ausgerufen.

D├Ąnemarks Finalgegner heisst Italien. Die Italiener mit Superstar Filippo Ganna ├╝berzeugten in der Hauptrunde mit einem Weltrekord. In der Zeit von 3:42,307 Minuten waren sie mehr als zwei Sekunden schneller als die D├Ąnen an der WM 2020 in Berlin.

(text:sda/bild:sda)