6 September 2023

Schweizer Reisebranche wieder auf Vor-Corona-Niveau

Die Reisebranche ist auf dem Weg zum Vor-Corona-Niveau. Laut dem Schweizer Reiseverband (SRV) reisen zwar noch immer weniger Schweizerinnen und Schweizer ins Ausland. Dank h├Âheren Preisen erreichen die Ums├Ątze aber wieder das Niveau von 2019. Nach den vielen Entlassungen in der Pandemie herrscht jedoch weiter Personalmangel.

Herr und Frau Schweizer d├╝rften im laufenden Jahr f├╝r Reisen ins Ausland (eine ├ťbernachtung oder mehr) 10 Milliarden Franken ausgeben. Das sind 20 Prozent mehr als 2022, wie eine am Mittwoch publizierte Hochrechnung des SRV zeigt.

Jede vierte Auslandreise wird dabei ├╝ber ein Reiseb├╝ro abgewickelt. 2,5 Milliarden des Umsatzes entfallen somit auf die 811 SRV-Mitglieder.

Damit sind 2023 bisher mehr Buchungen eingegangen als erwartet, wenn auch gem├Ąss SRV noch immer 10 Prozent weniger als vor der Pandemie. Daf├╝r seien die Preise f├╝r klassische Badeferien verglichen mit 2019 um 10 Prozent gestiegen.

Die h├Âheren Preise seien bedingt durch geringere Flugkapazit├Ąten, Personalengp├Ąsse, h├Âhere Energiepreise und die Teuerung, so der SRV. Daf├╝r profitierten Schweizerinnen und Schweizer bei Reisen ins Ausland vom starken Franken. Die Teuerung in den Ziell├Ąndern werde so sp├╝rbar ausgeglichen. Im Winter d├╝rften die Preise aber nicht weiter steigen.

Trotz der verbesserten Aussichten bleiben einige Herausforderungen. Dies zeigt eine Umfrage des SRV vom August unter 211 Schweizer Branchenvertretern.

Als gr├Âsste Herausforderung nennen die Reiseb├╝ros den Fachkr├Ąftemangel. Noch immer seien bei den SRV-Mitgliedern 120 Stellen offen. Der Verband lancierte daher mit der H├Âheren Fachschule f├╝r Touristik & Outdoor eine Fachausbildung, die sich explizit an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger richte.

Als grosse Themen der Zukunft werden der Klimawandel, die Kaufkraft und K├╝nstliche Intelligenz (KI) genannt. Um die Klimaziele bis 2030 und 2050 zu erreichen, seien enorme Anstrengungen von allen Akteuren im Sektor n├Âtig.

Grosses Potenzial sieht der SRV derweil in KI. Die M├Âglichkeiten, Kundinnen und Kunden besser zu beraten und begleiten, seien dank KI umfassender geworden. Gleichzeitig sei das Thema eine Herausforderung.

(text:sda/bild:pg)