18 Oktober 2023

Schweizer Luftwaffe demonstriert K├Ânnen auf der Axalp

Am traditionellen Fliegerschiessen hat die Schweizer Luftwaffe am Mittwoch auf der Axalp BE ihr K├Ânnen demonstriert. Im alpinen Talkessel ├╝ber dem Brienzersees verfolgten mehrere tausend Zuschauer die Vorf├╝hrungen von Kampfflugzeugen und Helikoptern.

F├╝r die aussichtsreichsten Pl├Ątze am Tschingel- und Axalphorn auf ├╝ber 2200 Meter ├╝ber Meer mussten die meisten Zuschauenden einen ordentlichen Fussmarsch auf sich nehmen. Die Armee erwartete zu den beiden Vorf├╝hrungstagen am Mittwoch und Donnerstag je rund viereinhalbtausend Besucherinnen und Besucher.

An den Flugvorf├╝hrungen beteiligten sich laut Mitteilung alle Einsatzmittel der Luftwaffe. Die Vorf├╝hrungen dienen einerseits dem Training, andererseits sind sie aber auch Gelegenheit, dem Publikum das eigene K├Ânnen vorzuf├╝hren.

Das j├Ąhrliche Fliegerschiessen geht auf General Henri Guisan zur├╝ck, der im Juli 1942 deutlich unzufrieden war, als er unangemeldet einer Flieger├╝bung beiwohnte, bei der die Munition ihre Ziele am Boden weit verfehlte.

Die Flieger m├╝ssten im Erdkampf im Gebirge besser ausgebildet werden, lautete daraufhin der Befehl des Generals, wie Markus Rieder in seinem Buch „Cleared Hot- die Geschichte des Fliegerschiessens auf der Axalp“ schreibt. Im Gebiet Axalp fand die Armee ein ideales Trainingsgel├Ąnde daf├╝r. Die Axalp gilt als eines der weltweit anspruchsvollsten Trainingsgel├Ąnde f├╝r Kampfflugzeuge im Gebirge.

Anf├Ąnglich fanden j├Ąhrliche Vorf├╝hrungen nur f├╝r geladene G├Ąste und ausgew├Ąhlte Journalisten statt. Doch mit der Zeit lockte der Anlass immer mehr Publikum an. Heute reisen Fliegerfans von weither an, um am Fliegerschiessen auf der Axalp teilzunehmen.

Im kommenden Jahr wird das Fliegerschiessen auf der Axalp ausfallen – zugunsten des Anlasses „Airspirit24“. Dann wird die Luftwaffe am 30. und 31. August auf dem Milit├Ąrflugplatz im luzernischen Emmen ihr K├Ânnen demonstrieren. Zur „Airspirit24“, einem Anlass der Armee unter Einbezug der regionalen Wirtschaft, Politik und Bev├Âlkerung, werden bis zu 35’000 Besuchende erwartet.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)