20 Oktober 2023

Schweizer Hoteliers erwarten Wintersaison auf Rekordniveau

Die meisten Schweizer Hoteliers blicken positiv auf die kommende Wintersaison. Eine grosser Teil der Betriebe erwartet sogar höhere UmsĂ€tze als Vorjahr, als die LogiernĂ€chte auf einen neuen Höchstwert stiegen. Dabei dĂŒrften auch Preiserhöhungen eine Rolle spielen.

Mit 57 Prozent geht eine Mehrheit der Schweizer Hoteliers davon aus, dass die UmsÀtze in der Wintersaison 2023/24 gleich hoch ausfallen werden wie im Vorjahr. 29 Prozent der Befragten rechnen sogar mit höheren Einnahmen, wie der Verband Hotelleriesuisse am Freitag mitteilte.

Dabei waren die Übernachtungszahlen im Vorjahr mit 17 Millionen auf einem historischen Höchststand angekommen. Sie lagen sogar 4 Prozent höher als in der Zeit noch vor der Coronapandemie.

Probleme bereiten der Branche gleichzeitig aber die hohen Kosten. Laut der Umfrage hat die Mehrheit (62%) der Betriebe ihre Preise fĂŒr die kommende Wintersaison erhöht. Ein gutes Drittel verlangt kommende Saison die gleichen Preise wie im Jahr davor und nur 2 Prozent haben VergĂŒnstigungen vorgenommen.

Als Grund fĂŒr die Preiserhöhungen geben fast alle Befragten an, dass sie die steigenden Kosten an die Kundschaft weiterreichen. Besonders oft nannten die Hoteliers dabei höhere Energiepreise als Grund, oft auch die Personalkosten oder ganz allgemein die Inflation.

Ein grosses Problem fĂŒr die Hoteliers ist laut dem Verband ausserdem der nach wie vor herrschende Personalmangel. Mit klarer Mehrheit gaben die Befragten diesen als grösste Herausforderung fĂŒr die Branche an.

Und das beginnt schon bei den Lernenden: Mehr als ein Drittel der Hotels, die Lernende ausbilden, konnten nicht sÀmtliche Lehrstellen besetzen. Manche konnten sogar gar keine Lernenden finden.

Dabei berichtet laut der Umfrage in sĂ€mtlichen Regionen eine Mehrheit der Befragen davon, dass es schwieriger geworden sei, Lehrlinge zu finden. Besonders auffĂ€llig ist diese Entwicklung jedoch in den Bergen. Dort haben 60 Prozent der Hoteliers MĂŒhe, die ausgeschriebenen Lehrstellen zu besetzen. In der Stadt konnte hingegen nur jedes fĂŒnfte Hotel nicht fĂŒr alle Lehrstellen jemanden finden. GemĂ€ss Mitteilung gibt es zudem „keine Hinweise auf eine Verbesserung der Situation“.

(text&bild:sda)