14 Mai 2021

Schweizer Gastgewerbe hat 2020 ĂŒber 40’000 Stellen verloren

Das Schweizer Gastgewerbe hat im letzten Jahr wegen der Betriebsschliessungen im Zuge der Corona-Pandemie ĂŒber 40’000 Stellen verloren. Besonders hart getroffen hat es jene Restaurants, die auf den GeschĂ€ftstourismus angewiesen sind.

Die Auswirkungen des zweiten Lockdowns seien in der vom Seco erhobenen Zahl verlorener Stellen noch nicht enthalten, sagte Casimir Platzer, PrĂ€sident des Dachverbandes Gastrosuisse, in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen (Freitagausgabe). Seither dĂŒrften mindestens 10’000 weitere Stellen verloren gegangen sein.

Eine Umfrage von Gastrosuisse Anfang MÀrz hatte ergeben, dass zwei Drittel der rund 3500 befragten Mitglieder finanzielle Probleme hÀtten. Fast 20 Prozent gaben an, dass sie auf unbestimmte Zeit geschlossen blieben. Eine weitere Umfrage im April zeige, dass sich die Zahl betroffener Betriebe verringert habe.

Das könne mit den HĂ€rtefallgeldern zu tun haben, die in der Zwischenzeit ausbezahlt worden seien. „Wir rechneten mit einem RĂŒckgang der Lohnsumme von 10 bis 15 Prozent. Vermutlich lagen wir damit nicht schlecht“, sagte Platzer weiter.

Jene Gastrobetriebe, die auf den GeschÀftstourismus oder auf Veranstaltungen und AnlÀsse angewiesen seien, hÀtten am meisten unter der Krise gelitten. Ebenso die Destinationen, die auf FernmÀrkte ausgerichtet seien. Glimpflicher davongekommen seien ein Teil der Bergdestinationen sowie See- und lÀndliche Gebiete.

(text:sda/bild:unsplash)