26 Januar 2024

Berghilfe sammelt f├╝r erneuerbare Energie aus dem Berggebiet

In den n├Ąchsten Jahren soll in der Schweiz der Anteil erneuerbarer Energie deutlich steigen. Die Bergregionen der Schweiz weisen aufgrund von Wasser, Sonne und Holz ein grosses Potenzial auf. Jedoch verursacht die Umstellung auf erneuerbare Energien hohe Investitionskosten. Deshalb ruft die Schweizer Berghilfe in ihrer Sammelkampagne vom 29.┬áJanuar bis 10.┬áFebruar dazu auf, Kleinunternehmen im Berggebiet beim Umstieg auf nachhaltig produzierte Energien zu unterst├╝tzen.

Zwei Drittel der mit Wasser produzierten Energie stammt aus den Bergkantonen, zwei Drittel der Schweizer W├Ąlder liegen im Berggebiet und die Berggebiete k├Ânnen mit Solarenergie im Winter viermal mehr Strom liefern als vergleichbare Anlagen im Mittelland. Diese Zahlen des Bundesamts f├╝r Energie verdeutlichen das enorme Potenzial erneuerbarer Ressourcen in den Bergregionen. Speziell f├╝r Kleinunternehmen. Sie k├Ânnen einen bedeutenden Beitrag zum Erreichen der Klimaziele des Bundes leisten. Gleichzeitig k├Ânnen Sie wirtschaftlich davon profitieren, was ganz im Sinn der Unterst├╝tzungst├Ątigkeit der Schweizer Berghilfe ist.

Die Berghilfe unterst├╝tzt seit rund zwanzig Jahren Energieprojekte im Berggebiet. F├╝r den Bau von Solaranlagen hat sie vergangenes Jahr ein spezielles Impulsprogramm lanciert. ┬źDieses Programm ist auf sehr grosse Resonanz gestossen┬╗, sagt Gesch├Ąftsf├╝hrer Kurt Zgraggen. Rund 280 Solaranlagen wurden im Rahmen des Programms mit einem Unterst├╝tzungsbeitrag von 8,3 Mio. Franken unterst├╝tzt. Insgesamt leistete die Berghilfe im vergangenen Jahr Unterst├╝tzung f├╝r rund 830 Projekte.

Eines davon ist die Fernw├Ąrmeanlage der Genossenschaft Holzenergieverbund Oey. Das Projekt entstand aus der Not: Das Dorf und die Umliegenden W├Ąlder wurden durch das Jahrhundertunwetter 2005 arg in Mitleidenschaft gezogen. Statt die kaputten ├ľlheizungen zu ersetzen, setzte das Dorf auf Fernw├Ąrme aus Holz.

Insgesamt leistete die Stiftung mit rund 38,1┬áMio. Franken Unterst├╝tzung im Berggebiet. Das war so viel wie noch nie in der Geschichte der Stiftung. ┬źDamit bieten wir wichtige ÔÇ╣Hilfe zur SelbsthilfeÔÇ║ im Schweizer Berggebiet und wirken so der Abwanderung entgegen┬╗, sagt Kurt Zgraggen. Von der Wichtigkeit der Unterst├╝tzung ├╝berzeugt sind auch die konstant vielen Spenderinnen und Spender: Fast 56┬á000 Personen haben sich im Jahr 2023 solidarisch mit der Bergbev├Âlkerung gezeigt. Die Spenden und Zuwendungen an die Schweizer Berghilfe betrugen ├╝ber 36┬áMio. Franken.

(text:pd,csc/bild:unsplash)