18 April 2023

Schweizer Berghilfe lanciert Solarprogramm

Bergbetriebe, die auf ihrem Betriebsgeb├Ąude eine Solaranlage installieren wollen, k├Ânnen ab sofort bei der Schweizer Berghilfe in einem vereinfachten Verfahren um finanzielle Unterst├╝tzung anfragen. Diese wird wie immer als A-fonds-perdu-Beitrag ausbezahlt. Dabei ├╝bernimmt die Stiftung pro Anlage bis zu 50 Prozent der Investitionskosten. Bei der Berechnung der Unterst├╝tzung werden die verf├╝gbaren F├Ârderbeitr├Ąge der ├Âffentlichen Hand ber├╝cksichtigt. ┬źWir wollen gemeinsam mit den Betrieben im Berggebiet einen Bei-trag an die Energiewende leisten┬╗, sagt Kurt Zgraggen, Gesch├Ąftsf├╝hrer der Schweizer Berghilfe. ┬źEs k├Ânnen Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen sein und damit zusammenh├Ąngende Investitionen wie zum Beispiel ein Dachaufbau┬╗.

Der Fokus auf Solarenergie ist bewusst gew├Ąhlt, denn die Betriebe in den Berggebieten k├Ânnen ganzj├Ąhrig viel Strom produzieren. ┬źGrunds├Ątzlich ist die Sonneneinstrahlung in den Bergen h├Âher als im Mittelland┬╗, sagt Kurt Zgraggen. Speziell im Winter hat es im Berggebiet wenig Hochnebel, und der Schnee reflektiert das Licht. Zudem k├╝hlt in den Bergen die k├Ąltere Luft die Solarzellen, was insgesamt eine h├Âhere Leistung erm├Âglicht. F├╝r Solaranlagen sind dies ausgezeichnete Voraussetzungen. Die Betriebe in den Bergen profitieren aber auch wirtschaftlich, wie Kurt Zgraggen sagt: ┬źMit den Solaranlagen k├Ân-nen die Unternehmen ihre Energiekosten senken und durch den Verkauf von ├╝bersch├╝s-sigem Strom zus├Ątzliche Einnahmen generieren.┬╗

Ob Schreinerei, Landwirtschaftsbetrieb, Dorfk├Ąserei oder Berghotel: Sobald der Betrieb in der Bergzone liegt und die Energie f├╝r den eigenen Betrieb einsetzen will, kann er ein Gesuch einreichen. Wichtig ist, dass der Betrieb sein Unterst├╝tzungsgesuch einreicht, bevor der Bau der Anlage startet. Das Solarprogramm ist aktuell befristet bis Ende 2024.

Ist nur eine Solaranlage geplant, ben├Âtigt die Berghilfe vom Gesuchsteller oder der Gesuchstellerin einige wenige Unterlagen. Alle Gesuche werden wie ├╝blich vor Ort von ehrenamtlichen Expertinnen oder Experten gepr├╝ft. Diejenigen Gesuche, welche neben einer Solaranlage noch andere Investitionen wie zum Beispiel den Neubau eines Betriebsgeb├Ąudes beinhalten oder auch Investitionsprojekte von Energiebetrieben werden im normalen Verfahren gepr├╝ft.

(text:pd/bild:unsplash)