1 August 2023

Schweizer Autobahnvignette ist nun elektronisch erh├Ąltlich

Die Autobahnvignette ist neu elektronisch oder wie bisher als Kleber f├╝r die Frontscheibe erh├Ąltlich; der Preis bleibt bei 40 Franken pro Jahr. Ab heute Dienstag kann die neue E-Vignette gekauft werden.

Erh├Ąltlich ist sie ├╝ber das „Via Portal“ des Bundesamtes f├╝r Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) respektive ├╝ber www.e-vignette.ch, wie das BAZG mitteilte. Wer die Vignette elektronisch haben will, muss Fahrzeugkategorie, Zulassungsland und Kontrollschild erfassen.

Ein Benutzerkonto und Angaben zur Person, die die Vignette kauft, sind nicht n├Âtig. Bezahlen kann man online. Die Angabe, ob ├Âffentlich einsehbar sein soll, ob f├╝r ein Kennzeichen bereits eine Vignette gel├Âst worden ist, ist freiwillig. Laut BAZG lohnt sie sich vor allem bei von mehreren Personen benutzten Fahrzeugen.

Im Gegensatz zur Klebevignette, die f├╝r ein bestimmtes Auto gel├Âst wird, ist die E-Vignette ans Kontrollschild gebunden. Die Autobahnvignette zum Aufkleben an die Frontscheibe gibt es seit 1985.

Die Einf├╝hrung der elektronischen Variante brauchte Jahre. 2017 f├╝hrte der Bundesrat eine Vernehmlassung durch. Aufgrund der kontroversen Ergebnisse sprach er sich 2018 f├╝r die Einf├╝hrung einer freiwilligen E-Vignette aus, die parallel zur bisherigen Klebevignette angeboten werden soll.

Der Bundesrat kann die Klebevignette abschaffen, wenn ihr Anteil am Gesamtabsatz unter zehn Prozent – also circa eine Million St├╝ck – f├Ąllt. So hat es das Parlament beschlossen.

Im Parlament umstritten war die Art und Weise der Kontrollen der E-Vignette. Schliesslich einigten sich die R├Ąte auf automatisierte Kontrollen mit fixen Anlagen und mobilen Ger├Ąten. Diese Kontrollen sollen nicht permanent und fl├Ąchendeckend stattfinden, sondern risikobezogen und stichprobenartig.

(text:sda/bild:keystone)